Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1854-01-01 · Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854) · page 521

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, erster Jahrgang = Jahr 5615 (1854-1855) (1854)
Date
1854-01-01
Page
– (sequence 521)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2609281-2609282--2509-2609851
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mädchen-Erziehmgs- Anstalt -er /rau Caroline S'zäntö in Wien. (Lcspoldstadt, Schmidgasse 65V.) Von dem vorgenannten Knabeninstitute wie in Localität so in der Verwaltung getrennt und unabhängig, übernimmt diese Anstalt israelit. Mädchen vom 5.—16. Lebensjahre a) in gänzliche Pension; d) in Halbpension für den ganzen Tag; o) zum Unterrichte und zur Beaufsichtigung für die täglich achtstündige Schulzeit. Wenn es den k. I. Eltern in den Provinzen willkommen sein dürfte, ihren Töchtern eine zweckentsprechende Erziehung in der an Vildungsmitteln so reichen Residenz angedeihen zu lassen, so wird es auch den hier in Wien wohnenden Israeliten erwünscht sein, den ganzen Tag ihre Töchter unter der Aussicht eines tüchtigen Lehrpersonals zu wissen, wo sich der Unterricht, nach Klasse und Alter abgestuft, über sämmtliche weibliche Handarbeiten, alle Elementargegenstände, fremde Sprachen, Geschichte, Geographie, Naturkunde, Literatur, Zeichnen, Tanzen, Gingen, Musik n. s. w. erstreckt, und die Unterweisung in der isr. Religion nach Vorschrift geschieht. Aus letzterem Lehrfache werden die Zöglinge vom würdigen Wiener Prediger jährlich geprüft. Näheres im Programm der Anstalt, das gratis verabfolgt und versendet wird. S'. Wiener's Lehr- und Erzieh-Institut für israelitische Änaben in Wien, am Rennwege Nr. 568. Zu den schönsten Blüthen, zu den edelsten Früchten der fortgeschrittenen Bildung gehört unstreitig in vorderster Reihe die Sorgfalt und Liebe, welche unsere Zeit der Erziehung, der geistigen und leiblichen Pflege des heranreifenden Menschen zuwend et. Keine Wahrheit hat so tief Wurzel geschlagen, keine hat so laut zü den Herzen der Eltern und Vormünder gesprochen, als die: „Die höchste und beste Mitgift des Kindrs auf den schweren Lebensweg ist die gute Erziehung." Die Erziehung in ihrer Allgemeinheit, den ganzen innen: und äußern Menschen umfassend, ist Aufgabe der schärfsten Denker, der edelsten Menschenfreunde geworden, sie zählt zu den opfervollsten, aber auch würdigsten Bestrebungen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.