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Ost und West · 1901-05-01 · Heft 5 (Mai 1901) · p. Seite 383 - 384

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Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 5 (Mai 1901)
Article
Ungleichheit der Menschenrassen
Date
1901-05-01
Page
Seite 383 - 384 (sequence 2)
Language
German
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383 Miscellen. 384 Amerika besass zur Zeit seiner Entdeckung eine sehr zahlreiche Bevölkerung, diese schmolz jedoch so rasch zusammen, dass schon Las Casas und die spanischen Eroberer davon überrascht, die Uebersiedelung von Negern als einer härteren und ausdauernden Rasse betrieben. Allein trotz dieser Massregel der Schonung sind die Karaiben so gut wie völlig vom Erdboden verschwunden. In Xordamerika haben die Indianer, obwohl man nicht behaupten kann, dasseine barbarische Verfolgung ihrer Nationalität stattfinde, vom Jahre 1850 bis 1860 ein Vierteil ihrer Kopfzahl verloren. Dieselbe Erscheinung wiederholt sich bei den Eingeborenen Australiens, Otaheites, dessen Bevölkerung bei der Ankunft der ersten Europäer noch so zahlreich und lebensfrisch war und jetzt ein schwaches, hinsiechendes Häufchen geworden ist, Tasmaniens und der Sandwichinseln. V^ivw ah&a ttuz-vck Jiaf) tüfl&ru J'lorcrUi^rvL^ Titelblatt einer italienischen Uebersetzung (in Versen) der Sprüche Salomonis. Florenz 1761. Aus der Bibliothek des Herrn Ignaz Bernstein in Warschau. (Siehe S, 360,.) Wie ganz anders erweist sich die ausdauernde Lebensfähigkeit des jüdischen Stammes. Keine andere Rasse der Welt hat so fortgesetzten und furchtbaren Verfolgungen Trotz zu bieten vermocht wie diese. Und auch jetzt drängt sich die unmittelbare Wahrheit auf, dass die Juden besser als die Angehörigen aller anderen Geschlechter in den verschiedenen Klimaten zu leben und zu gedeihen im stände sind. Bei den Franzosen und übrigen Europäern Algiers, bei den Negern und Mauren übersteigt die Zahl der Sterbefäl/e die der Geburten. Bios die Juden haben mehr Geburten als Sterbefälle. Kolb, Kulturgesch. d. Menschh. 3. Aufl., Bd. I, S. 31. * Eine neue Ophir-Theorie. Auguste Pavic, der Leiter der französischen Expeditionen ins Innere von Indo-China, verlegt in seinen Untersuchungen über die Geschichte von "1 Cambodja, Laos und Siam, welche im letzten Heft von Petermanns geographischen Mitteilungen ausführlich besprochen werden, das Ophir des alten Testaments in die Stadt Angkor. Das griechische Wort S<pig bedeute nämlich wie das sanskritische naga Schlange und Maha (Gross) JNTogara, wie Angkor ehemals genannt worden sei, weise auf den altindischen Schlangenkult hin. Der französische Forscher sieht einen ferneren Beweis für seine Hypothese darin, dass alle Produkte aus Ophir hier in Hinterindien vorhanden seien. So habe Salomo mit dem kostbaren Teakholz gebaut, welches gerade infolge der damaligen viellachen Ausfuhr heutzutage in den Flussthälern des Mekong nicht mehr so häufig sei. Ueber die ganze Identifizierung lässt sich wohl noch streiten. # Liegt die besondere Begabung der Griechen auf der Seite der Intelligenz in einer höchst empfänglichen Sinnlichkeit und dem erstaunlich beweglichen Verstände, so liegt die besondere Begabung des israelitischen Volkes in dem Ernst und der Tiefe, womit es die moralischen und religiösen Dinge erfasst. Den Philosophen der Griechen entsprechen die Propheten Israels, Gestalten von einer harten Kraft und Grösse, wie sie kein anderes Volk aufzuweisen hat. Die Geschichtsphilosophie, so könnte man sagen, ist die Schöpfung Israels, wie Mathematik und Kosmologie die der Griechen. (Paulsen, Einleitung in die Philosophie, S. 311.) Wenn ich. zurückdenke bis in meine früheste Kindheit, so kann ich mich kaum eines Eindrucks entsinnen, der mich so

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