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Ost und West · 1918-09-01 · Heft 9 (September 1918) · p. Seite 301 - 302

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Journal
Ost und West
Volume
18 (1918)
Issue
Heft 9 (September 1918)
Article
Artur Markowicz
Date
1918-09-01
Page
Seite 301 - 302 (sequence 2)
Language
German
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301 Stimmen des Friedens. 302 stark beeinflußt zu haben. Indessen verarbeitet Markowicz alle diese Einflüsse starker Persönlich* keiten auf seine eigne, individuelle Weise und dar* um zeigen alle seine Werke eine persönliche: Nüance, die immer mehr hervortritt, . je reifer seihe Kunst wird. Er hat sich auf allen Ge* bieten versucht und überall Namhaftes geleistet, das zu besten Hoffnungen berechtigt. Er wendet sich mit Vorliebe de n Stoffen aus dem jüdischen Leben zu, die Gelegenheit bieten zur Entfaltung größer Massen, und andererseits das Gefühlsleben der Juden durchschauen lassen. In der Behandlung der Köpfe und Physiognomien zeigt er ein hervor* ragendes Können. Es ist ein schöner Zug seines Künstlertums, daß er fremdvolkliches Innenleben ebensogut nachzuempfinden und darzustellen ver* steht, wie jüdisches. Einige gut gesehene und energisch wiedergegebene Landschaften zeigen von feinem Naturempfinden. Alles in allem haben wir in Artur Markowicz eine reich und vielfältig be* gabte Künstlernatur vor uns, die mit großem Fleiß und energischem Willen sich zu hohen Zielen emporringt und der man von ganzem Herzen die volle-Entfaltung wünschen darf. STIMMEN DES FRIEDENS. Von Dr. H. Warschauer. In den paar letzten Jahren ist so viel Beleidigendes und Gehässiges gegen uns Juien vorgebracht worden, daß es zur wahren Befriedigung gereicht, einmal Stimmen herzlicher Freundschaft zu vernehmen. Es ist nützlich, auf diese Stimmen zu horchen, weil sie von Männern kommen, die dein echten deutschen Geist vertreten und die wahre deutsche Kultur in der edelsten Ausprägung verkörpern. Zwei Vertreter der exakten Wissenschaften sind es, die aber, über ihr eigenstes Forschungsgebiet hinaus, die Geisteswissenschaften durchforscht haben, jedoch die Wissenschaft nicht bloß intellektualistisch behandeln, zur Befriedigung des Wissenstriebes und des Forschung sidranges allein, sondern deren gesicherte Ergebnisse zur geistigen und sittlichen Hebung des Menschen, zur Förderung des Huma.nitiäitsgedankeiis, des Friedens und der Versöhnung unter den Erdenkindern verwertet wissen wollen. In dem Getüm- ARTUR MARKOWICZ: Aufmerksame Lektüre mel des tobenden Weltkrieges sind solche Stimmen selten erklungen, und sie wurden vom Getöse der Waffen und dem rasenden Sausen des allgemeinen Hasses, der durch die Welt geht," ganz übertönt. Darum ist es nötig, auf diese seltenen Stimmen doppelt aufmerksam zu hjorchen und sie sich tief einzuprägen, denn aus diesen Stimmen spricht zu uns die Zukunft. Wir meinen zwei kleine aber sehr inhaltreiche Schriften: „Die internationale Wirksamkeit des Judentums in der Vergangenheit und in der Zukunft" von Pro f e ssor Wi 1 he Im Foerster (Verlag von Gtto Hendel, Halle a. d. S., 1918) und „Die Juden in der Geschichte von Prof. Dr. Egmont M ünz er- Prag Wien und Leipzig. Wilhelm Braumüller 1918). Der berühmte Astronom und Mathematiker, der Nestor der deutschen Himmelsforscher, unternimmt es, „mitten in den leidenschaftlichen Bedrängnissen des Völkerkampfes" seineBetrachtungen anzustellen über internationale Wirksam-

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