Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 11 (November 1913)
- Article
- Bericht aus Saloniki
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 905 - 906 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2583875-2584033-2584045-2605314--15053-2605370- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
905 IWicht aus Saloniki. 906 rcchtigkeit ihren Lauf haben miteFC, dass man aber ihm zu Gefallen, in dem Gefängnis, in dem die Israeliten inmitten von Verbrechern gefangen sassen, einen Saal zu einer Andacht« tätte für den Yersöhnungstag herrichten solle. Der Schwiegersohn des Grossrabbi hat hier am Jörn Kippur den Gottesdienst geleitet. Nach beendetem Gottesdienst begab ' sich am Jom-Kippur-Abend der Grossrabbi zum König, der ihn sofort empfing. Im Verlauf der Unterhaltung erwähnte er auch die Strenge, mit der die Polizei die Israeliten behandelt hatte und gab ihm das Versprechen, dass künftig keinerlei Ungerechtigkeit gegen die Juden des Königreichs Griechenland und der übrigen annektierten Länder vorkommen solle, dass man .sie im Gegenteil mit grossem Wohlwollen behandeln würde. Unter anderem machte er die Bemerkung, dass vor hellenischen Gerichten niemals die Beschuldigung eines Ritualmordes zugelassen werden würde. Er sagte auch, dass er sich in der Affäre ßeilis auf dem Laufenden halte und dass er überzeugt sei, es werde endlich Licht in die Sache kommen und der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Bei dieser Gelegenheit erkundigte sich der König, ob die Juden in Russland dieselbe Religion bekennen wie die Balkanjuden, und der Grossrabbi gab ihm die Versicherung, dass in dieser Beziehung kein Unterschied zwischen ihnen bestände. Seit dieser Zusammenkunft ist die Polizei sehr milde geworden. Es gibt keine Verhaftungen mehr und fast keine Vernehmungen wegen Gesetzesübertretungen. Die Beamten haben ihre entsprechende Parole bekommen, ihre von langen Wimpern verschleierten Blicke sind sanfter und ihre Hände viel leichter geworden. Hoffen wir, dass es dabei bleibt. Frankfurt a. M. Im 3. Quartal sind bei dem Lokal-Comite in Frankfurt a. M. folgende Spenden eingegangen: von Frau Babette Rosenbusch, Palmengartenstr. 8, 200,— Mark; von den Hinterbliebenen des sei. Herrn Leopold Hirschier zu dessen ehrendem Gedenken 200;— Mark. * * * Ludwigshafen a. Rh. Für die Pfalz hat sich in Ludwigshafen ein Bezirks-Comite unter dem Vorsitz des Herrn Kommerzienrat M o r i t z W o 1 f f gebildet, dem die IIerren Ferdinand M an n und Ivantor S. W e t z 1 e r angehören. * * * Sagau. Das Amt eines Vertrauensmannes für die Alliance in Sagan hat an Stelle des verewigten Max Jonas Herr Stadtrat Hugo Eisner übernommen. Alle für das Deutsche Bureau der A. I. U. bestimmten Geldsendungen beliebe man an den Herrn Kommerzienrat Gerson Simon»Berlin auf Postscheckkonto Nr. 17 134 zu überweisen. Geldsendungen aus Rheinland und Westfalen sind zu adressieren an das Eezirks-Comite der fl. I. U. in Cöln a. Rh., z.H. des Schatzmeisters Herrn B. Feilchenfeld, Königsplatz 24. Für das Bezirks-Comite für Bayern nimmt Zahlungen entgegen Herr Max Lamm, Nürnberg, Lenbachstr. 5, für Baden Herr Direktor S. Rosenbaum, Mannheim, Pfälzische Bank. Schlug» der Mitteilungen der Alliance Israelite Universelle. ®Ja/&rrLcfitl&iAuj73u gTclC&7lg&Cd/ {So^rru^xoLstück.) Cog^CL^S^t^^ Z^vclö^Vi S2e / snff3\ ± 5 (5 8 1 er „ 4- 3 e 3 icr Jrfr. d. <$£ck^. Orienial.Tabaku. CigareffenfabriR. „yemdaje," Dresden, Jnh. Hugo Z,iefz-< Jloflieferanr S.M.d. Kömjgs von Sachsen.^ Treis tfr ei!