Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 8 (August 1913)
- Article
- Ein verhängnisvoller Irrtum
- Date
- 1913-08-01
- Page
- Seite 659 - 660 (sequence 1)
- Language
- German
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659 660 EIN VERHAENONISVOLLER IRRTUM Von Arkadij Awertschenko. — (Aus dem Russischen übertragen von Dr. Helena Sokoloff.) Sara Freiberg ans dem Städtchen Wirkino hatte wohl Kinder, sogar ihrer sieben, doch keinen Mann mehr. Es gab zwar eine Zeit, da Sara einen Mann halle, doch da er so unvorsichtig war, sicli ins Gefängnis stecken zu lassen, so hörte er allmählich auf, in ihrem Leben eine Rolle zu spielen. Sara rechtete nicht mit Gott und nahm das grausame Schicksal, das ihr beschieden war, ruhig hin. Und als echt jüdisches Weib fing sie ein Geschäft an: sie verkaufte auf dem Markt Nadeln und Bänder, färbte alte Kleider für die Wirkiner eleganten Damen, strickte Strümpfe, buk Kuchen, die sie durch den kleinen Abramka an die Wirkiner Schlemmer absetzte, nähte Herrenhemden, stickte Taschentücher ii. a. m. Uebrigens durften diese lustigen, leichten Beschäftigungen sie nicht in ihrem Hauptberufe stören: siemusste nämlich abends, nach der Erledigung'ihrer Geschürte, die sieben kleinen Menschlein, die während ihrer Abwesenheit wie Krebse aus dem Korb hinauskrochen und sich durch das ganze Städtchen zerstreuten, zusammenrinden, sie ins Haus bringen, ausschimpfen, durchhauen, alle bis auf den letzten, reinwaschen, sättigen und nach herzlichem Abküssen schlafen legen. Dann hatte sie wieder Ruhe und die Möglichkeit, sich einer der erwähnten lustigen Beschäftigungen zu widmen. Früh morgens hatte Frau Freiberg noch mehr Sorgen. Alle Kinder erwachten zu gleicher Zeit, und sofort begann das komische Durcheinander von dreizehn Stiefeln — dem kleinen David hatte ein Wagen das eine Bein abgefahren —, von dreizehn Strümpfen, von einem Haufen Lumpen, bis schliesslich alle diese scli mächtigen Beinchen und schmalen, winzigen Rücken in den Besitz ihrer Herrlichkeiten gelangten. Das Zusammensuchen der Toilettegegenstände nahm bei Sara soviel Zeit in Anspruch, dass sie zum Schimpfen nicht recht kam, und die Schläge am Morgen wurden stets sehr unregelmässig verteilt; einige Glückspilze erhielten eine doppelte Portion, die anderen dagegen mussten schon bis zum Abend warten. Mit einem trockenen Stück Brot im Mundo griff Madame Freiberg nach ihrem Schal und verlicss hastig ihre W ohnung. Sie lief durch die engen Gassen und rechnete, zählte und kombinierte mit ihrem schwachen Frauenkopf, wieviel Nadeln sie verkaufen müsste und welchen Nutzen sie dabei erzielen könnte. — iL Eines Abends kehrte Frau Freiberg' wie immer vom Markt nach Hause zurück und verteilte mit Jgemo-- Grün 30P& Jgemo-Blaw 50Pf& Jgemo Gold 80£fg. Uebcrall käuflich Die konservierende fcalfamartige n3irFungber3gemo=SeifeDerbürgt mit abfoluter Sicberrjeit öie (Erhaltung einer funftiönsfähigen, hinreichend Durchbluteten, elafiifctjen *}aut. 2iUcintge ^abrifanten! 3.<ß.moufon&<£o. ^ranffurt a. 2X1. (Öegrünöet (798. Scbon nadj fu^em (Bebrauefa madjt ftcb eine auffallende Klarheit unö £rt[cbe Öes Ceints deutlich bemerfbar. ZTtoufon's ^q,emo-Siife unterfrütjt IDecbfel öer (Dberbaut ungemein unö jtellt Deshalb auch für perfonen porqefcbrittenen alters, bei denen eine Perlanqfqmunq des (grneuerunaspre^effes eintritt, ein fteber uürfenbes Kosmettfum Dar. den__ Man, beachte, die praeteroaiiue WirkungdertJgrem&Seife,. (Jietie uns. Broschüre) tciA's ^m&ifejfe Urtferc neue intcreffaute Brofdjüre „(Eine gefunbe> reine, blütenfrifcfye ^ant" ift in bert einftfjlägigen (Sefdjäften, ober burdj uns bireft, toffcnfret erfjältlid?. \.