Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1913)
- Article
- Bericht des Schulleiters in Rhodus
- Date
- 1913-07-01
- Page
- Seite 581 - 582 (sequence 2)
- Language
- German
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Aus <k'n Alliance-Sehulen. 582 fröhlichen und sorglosen Kinder gehlieben sein". Beim Abschied sagte mir der General: „Ich danke Ihnen, dass Sie mir Gelegenheit gegeben haben, so schöne Augenblicke zu verleben. Sobald meine Zeit es erlaubt, werde ich wieder zu Ihren Schülern kommen, deren muntere Art mir sehr gefallen hat. Audi Ihren Lehrern, ihrem Eifer und ihren Methoden muss ich meine Anerkennung bezeigen/* Die ganze Stadt sprach von dem Besuch des Generals in unserer Schule. Die Zeitungen erstatteten darüber Bericht und sprachen sich in lobenden Worten über das Werk der ADianee aus. Einige Tage nach seinem Besuch machte der General Ameglio der Schule ein grossartiges Geschenk: er ordnete an. dass uns durch unterirdische Leitung auf städtische Kosten Trinkwasser zugeführt werden soll. Ausserdem Hess er uns eine Summe überweisen, die wir für den Bau eines Brunnens reservieren. Die Gemeinde hat beschlossen, ihrer Dankbarkeit für die grossherzige Initiative des Generals Ameglio durch eine Inschrift auf der Vorderseite des Brunnens Ausdruck zu geben. Das Wasser, das wir erhalten werden, soll von ausgezeichneter Qualität sein. Es wird aus einer Quelle geleitet, die fünf Kilometer von der Stadt entfernt ist. DAS MANNA IN KIRMANSCHAH. Kirmanschah, den 20. Mai 1913. Der Direktor der Alliance schule in Kirmanschah, Herr Fränco, macht dem Central - Comite folgende.. Mitteilung über eine do't beobachtete interessante Naturerscheinung. Vor zwei Monaten hat die Bevölkerung von, Kirmanschah ein sehr interessantes Phänomen erlebt: in der unmittelbaren Umgebung der Stadt waren verstreute Frucht körn er in überreichen Mengen über den Erdboden aufgefunden worden. Diese Körner gehören einer bisher in hiesiger Gegend unbekannten Fruchtsorte an; die rindenartige Hülse ist von grauer Farbe, der weissliche Inhalt schmeckt ähnlich wie die Maiskörner. Alle Welt gefiel sich in dem Gedanken, hierin ein Zeichen der Gnade Gottes zu sehen, einen Beweis besonderer Fürsorge für die Einwohner von Kirmanschah, die unter der Lebensmittelteuertmg so schwer zu leiden gehabt hatten. Für die Israeliten blieb es unzweifelhaft das Manna, wie es ihre Vorfahren nach dem Auszug ans Aegypten in der Wüste gegessen „haben. - Vielleicht haben sie Recht, denn etwas ähnliches geht aus dem Berieht hervor, den der Direktor des königlichen botanischen Gartens in London auf Anfrage an den englischen Konsul unserer Stadt geschickt hat. Dieser war so freundlich, mir das Memorandum mitzuteilen und hat mir gestattet, es für das Central-Comite zu übersetzen. Der Inhalt lautet: ,.Die Fruchtprobe, die Sie mir geschickt haben, ist dasManna=Moos—Lecanora esculentaEversae —, das.. man in verschiedenen Gegenden Westasiens und Nordafrikas antrifft. Diese Pflanze wächst an gebirgigen Stellen; aber es lösen sich leicht kleine Bestandteile von ihr los, werden vom Wind in grossen. Mengen in die benachbarten Landschaften getrieben, und nehmen auf diesem Fluge immer weiter an orthmann ffiSÜS BEBm linkSfrtö Koffer eigener Herstellung preiswert — besonders gut gearbeitet Lederwaren □ Reise-Artikel Preisliste D bereitwilligst