Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 4 (April 1913)
- Article
- Der König von Juda [Rezension]
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 347 - 348 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2583875-2584033-2584038-2604497--14463-2604565- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
347 Literarische Rundschau. 348 Judenchristen in das Heilige Land und wird nach der Eroberung zum König der Juden ausgerufen. .Die orthodoxen polnischen Juden empören sich und setzen eine rabbinische Herrschaft ein. Der König erobert Jerusalem zurück. Die Nebenhandlung wird dadurch „pikant" zu machen gesucht, dass alle Personen entweder bekannte historische Namen oder die Namen noch lebender bekannter Persönlichkeiten tragen. Der Name d'Espinoza muss /. B. für einen Offizier herhalten, dessen Weil) sich nachts in das Gemach des Königs schleicht und den Nachfolger Davids zum Ehebrecher werden lässt. Die Handlung ist vielfach biblischen Ereignissen nachgebildet, nur dass sich die alten Vorgänge mit Pulver und modernen Kanonen wiederholen. In den Schhisskapiteln müssen sich noch das deutsche und das jüdische Herrscherhaus verschwägern, auch werden die Länder Europas und der umliegenden Ortschaften nach Gutdünken des Verfassers verteilt. Zu allerletzt wird noch eine neue Religion gestiftet.— Die gesamte Darstellung ist ein Zerrbild. .Die Phantasie des Verfassers ist viel zu wirr, um zu einer ernstlich diskutierbareu Problemstellung zu gelangen. Levita möchte vielleicht objektiv sein und allen Parteien gerecht werden. Das ist ihm nicht gelungen. Er ist dein innersten Wesen der grossen, weltbewegenden religiösen und nationalen Fragen gleich fern geblieben: er klebt an Aeusserlichkeiten. Seiner mangelnden dichterischen Eigenschaften ist er sich bewusst gewesen, daher fordert er in der Einleitung, sein Werk nicht vom künstlerischen Standpunkte zu beurteilen. Ein Staatsroman aber gehört zu den erzählenden Dichtungen, wer die Form nicht beherrscht, soll seine unbefugten Hände davon lassen. Benedirtus Levita hat uns ein greuliches Gemisch von Kolportageroman. politische]" Sensationsbroschüre und Missionsschrift geliefert, dem gegenüber Karl Mays Reiseromane als klassische Literatur erscheinen. Der Kernig von Juda gehört zu den Büchern, bei denen der Leser die Zeit bedauert, die er mit der Lektüre verloren hat, und seine einzige Belohnung darin findet, dass er andere vor gleichen) Schilden bewahren kann. Leo Hartdanun. Blütenfrifcbe, gefcbineicüge Rauf ift allein öurd? Steigerung öer f^aut'Blutjirfulation 31t erreichen. Die HTö'glidpfeit einer energifdjen (Sefägfuuftioii >eftel|t aber nur bei einer voütommm intaften, nidjt auf. gesprungenen ^aut. ITCoufon's Igemo-Seife foiiferütert öte £}autoberfläcfye, tnoem fte eine mifroffoptfcfy feine 5d?u%fd?icbt b/mterläjr, oie eine (£r$äri5urtg öes. mit jeoem H)a[d]eii forl^efpülten, unentbehrlichen Jettübei^uges bilöet uiib eine $erct£>e5u oerblüffenoe <5e\d}meiöi$feit öer Qaul auslöst. .Stänbigc 2hta>enöung von UToufon's Jgemo-Seife Der. bürgt mithin öie (Ermattung einer gefunben, oollenbet frönen, fleifenlofeit £}aut von rounberbar ^artem Sdunelj. ITiau toröeve in ben. einfajlägigen (Sefc^äften ausbriicflidj oufon's Jgemo-Seife (,f abrifauten 3« <S. ITToufoii & Co., ^ranffurt a. V(\.). Jgemo-Crün 30 Pfg. — Jgemo-Blau 50 Pfg. Jgemo-Gold 80 Pfg. überall käuflich.