Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 11 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- Marokko [Nachricht]
- Date
- 1911-05-01
- Page
- Seite 485 - 486 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilungen der Alliance Israelite Universelle: Notizen. 4X6 eingesetzt wurde. Seit zehn Monaten ist Jacob Suessia Sc-lioik von Asni, und seine Glaubensgenossen zahlen, wie stets, dem Paselia ihre Steuern in Naturalien. Soeben jedoch hat unser Gouverneur einen neuen Schelk ernannt, und zwar einen Muselmanen. Kaum im. Amt. forderte der neue Scheik von den J uden 250 Pesetas ein, die er dem Pascha von Marrakesch bezahlt hatte, um diesen Posten zu erlangen. Nach einigen Tagen verlangte er weitere 100 Pesetas. Ich glaube nicht, dass alles Geld unserer Glaubensgenossen in Asni ausreichen würde, diese Summe aufzubringen. Sie reagierten zunächst nicht auf diese Forderung und warteten unter grosser Unruhe, dass der Scheik seine Ansprüche einschränke. Aber zu ihrem grossen Schrecken erschienen Soldaten des Pascha mit der Weisung, die Zahlung der 350 Pesetas an den Scheik zu erzwingen oder alle Notabein zu verhaften und in das Gefängnis nach Marrakesch abzuführen. Sie schickten deshalb eine Abordnung an mich, damit ich zu ihren Gunsten mich verwende. Yai allen Zeiten sind in allen Städten Marokkos die Scheiks Israeliten gewesen. Das ist Brauch, und in diesem Land, das keine anderen Gesetze kennt, ist der Brauch Gesetz. Andererseits hatte Si Ilassi nach dem ersten derartigen Vorkommnis d un französischen Vizekonsul, Herrn Kuri, der gleichfalls interveniert hatte, und Herrn Falcon versprochen, niemals an di1' Israeliten in Asni irgendwelche Ansprüche zu stellen, da er selbst von ihrer Armut überzeugt war. Das gab mir Hoffnung auf Erfolg, und ich ging, ohne mich an das französische Vizekonsulat zu wenden, direkt zum Pascha. Ilassi empfing mich mit der grössten Liebenswürdigkeit. Nachdem er meine Beschwerde angehört hatte, sagte er, dass die Juden von Asni weder die 250 noch die von dem Scheik geforderten 100 Pesetas zahlen brauchten, dass der musolmanische Schelk am nächsten Morgen abberufen, und Jacob Suessia, mit dem. seine Mitbürger so zufrieden sind, in das Amt des Scheiks wieder eingesetzt würde. Ich habe nichts Besseres erwarten können. Nachdem ich dem Pascha meinen Dank Frischhöltunss- Apparate u. Gläser ermöglichen jeder Hausfrau Selbstherstellung ihrer Conserven. Seit 1909 fast alle Artikel bedeutend, 1910 kompl. Einrichtungen nochmals ca. 5% im Preise ermässlgt. Hervorragende Neuheiten. Unentgeltlich senden Drucksachen J. Weck, g Bollingen Hr. 149 Amt Säckingen, Baden. Zu haben in Apotheken, Drogen-, Friseur- und Paifiinierie-G'escliiiften. Wer einen wirklich guten alten fS f\ np \WT T Tö" trinken will, flaschenreifen deutschen w M. WW .Etf*JLX^ versuche die Marke Klostergut Marienthal "bei Walporzheim, die von der Deutschen Eisenbahn-Speisewagen-Gesellschaft in ihren Speisewagen seit Jahren geführt wird. Bestellungen sind zu richten an Frau Dr. Pfahl Erben _____ in Bonn. :: Preis 1.50 M. pro Liter oder Flasche. I reinigt und erfrischt, befördert den Haarwuchs, beugt dem Ausfallen vor, ist ärztlich empfohlen und seit 24 jähren bewährt, überall zu haben. I