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Ost und West · 1911-01-01 · Heft 1 (Januar 1911) · p. Seite 57 - 58

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Journal
Ost und West
Volume
11 (1911)
Issue
Heft 1 (Januar 1911)
Article
Antwort des Central-Comités auf die Beschlüsse vom 20. Dezember 1910
Date
1911-01-01
Page
Seite 57 - 58 (sequence 1)
Language
German
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57 58 ANTWORT DES CENTRAL-COMITES AUF DIE BESCHLUESSE VOM 20. DEZEMBER 1910. Nach Schluss der Redaktion ist uns von dem Deutschen Bureau der A. I. IL noch folgende Mitteilung zugegangen. Auf den Bericht über die Vorgänge vom 20. Dezember bat das Pariser Central-Comite an den gegenwärtigen Leiter der Deutschen Conferenz-Gemeinschaft, Herrn Justizrat Fuchs, folgendes Schreiben gerichtet: - .., „Paris, 27. Decembre 1910. Cher Collegue, Nous avous l'honneur de vous aecuser reeeption de votre lettre du 23 decembre dont les termes courtois et le Ion conciliant contrastent si heureusement avec ceux des resolutions qui l'ont precede et auxquelles, dans un desir de bonne entente, il Taut mienx ne pas nous arreter. Nous atteudons avee iateret les propositions que vous nous annoneez. Le Comite Central n'a jamais eu le desir et ne s'est jamais reconnu le droit de dissoudre la D. C. G., groupement des membres du Comite Central residant en Allemagne, que nous n'avons pas eres et qui s'est librement constitue. Mais il a estime devoir s'opposer ä ce qui lui paraissait porter atteinte ä Tnnite de notre institution si fortement maintenue depuis un demis siecle et ecarter des projets de depenses en partie etrauge res ä l'objet de l'Alliance et de nature ä grever lourdement son budget. De lä est venue la pensee d'un retour ä l'etat de choses de 1904 sous lequel un si heureux aecord n'a cesse d'exister entre vous et nous. Mais vous nous dites, que la Deutsche Conferenz-Gemeinschaft en se maintenant n'a d'autre pensee, que de travailler avec nous pour le bien commun et la grandeur de FAUiance. Nous ne pouvons que nous en feliciter et reprendre le cours de nos travaux, attendant un projet de budget oü les depenses ä faire en Allemagne, soit pour Tadministration, soit pour les institutions de charite, soient reduites autant que possible, suivant les vnes exposees dans nos lettres anterieures. La cooptation de M. Prof. Landau ne scmble pas pouvoir faire de difficultes; cette nomioation sera porte a. Tordre du jour d'une prochaine seance. Agreez, cher Collegue, l'assurance de nos sentiments devoues. Le Secretaire: J. Bigart. Le President: N. Leven." (Deutsche Uebertragung): „Paris, 27. Dezember 1910. Sehr geehrter Herr Kollege! Wir haben die Ehre, Ihnen den Empfang Ihres Briefes vom 23. Dezember zu bestätigen, dessen entgegenkommende Haltung und dessen verbindlicher Ton in einem glücklichen Gegensatz stehen zu den Resolutionen, welche der Brief wiedergibt, und bei denen wir uns in dem Wunsch eiues guten Einvernehmens nicht weiter aufhalten wollen. Wir erwarten mit Interesse die Vorschläge des Etats, die Sie uns in Aussicht stellen. Das Central-Comite hat nie den Wunsch gehabt und nie das Recht für sich in Anspruch genommen, die-Deut sehe Conferenz-Gemeinschaft als eine Vereinigung der deutschen Mitglieder des Central-Comites aufzulösen. Wir haben sie nie geschaffen; sie hat sich vielmehr selbst und frei konstituiert. Das Central-Comite hat nur gemeint, sich allem entgegensetzen zu müssen, was nach seiner Auffassung einen Angriff enthielt gegen die Einheit unserer Institution, die wir seit einem halben Jahrhundert mit allen Kräften aufrecht erhalten haben. Es hat sich für verpflichtet gehalten, Ausgaben zurückzuweisen, die zum Teil den Zielen der Alliance fremd sind und ihr Budget allzuschwer belasten würden. Nur dadurch ist der Gedanke entstanden zu einer Rückkehr zu dem Stande der Dinge von 1904, der stets sich ausgezeichnet hat durch ein so glückliches Einvernehmen zwischen Ihnen und uns. Aber wenn Sie uns sagen, dass die Deutsche Conferenz-Gemeinschaft, indem sie ihre Fortexistenz beschlossen hat, keinen anderen Gedanken verfolgt als den, mit uns für die allgemeinen Ziele und die Grösse der Alliance zu arbeiten, so beglückwünschen wir uns hierzu und nehmen gern unsere Arbeiten mit Ihnen wieder auf. Wir hoffen, dass Ihr Etatsentwurf die nötigen Ausgaben in Deutschland, sei es für die Verwaltung, sei es für Wohltätigkeitseinrichtungen, so sehr als möglich einschränken wird in Gemässheit der Gesichtspunkte, die in unserer früheren Korrespondenz auseinandergesetzt sind. Die Kooptation des Herrn Professor Landau wird keine Schwierigkeiten machen; seine Ernennung soll auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen gesetzt werden. Genehmigen Sie, verehrter Herr Kollege, die Versicherung unserer grössten Hochachtung. . Der Sekretär: J. Bigart. Der Präsident: N. Leven."

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