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Ost und West · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. Seite 1157 - 1158

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Journal
Ost und West
Volume
12 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
Theater
Date
1912-12-01
Page
Seite 1157 - 1158 (sequence 5)
Language
German
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1157 Felix Stössinger: Theater. 1158 Schauspieler in das Spiel, während Reinhardt es uns schuldig bleibt, die Tendenz des Gottsuchers so plastisch herauszuarbeiten, wie er andere Tendenzen herausgearbeitet hat, man denke an den Sturm der „Räuber", den barbarischen Zeitcharakter „Lears", das Kulturbild von „Kabale und Liebe6', die Wundheit von „Aglavaine und Selysette", die Puppenspiel-Phantastik der „Widerspenstigen", den Duft und die Grazie des „Sommernachtstraums". Auch der „Totentanz" ist unvergesslich durch die drückende Wucht seiner hassdurchtränkten Atmosphäre, bemerkenswert aber durch das Manko letzter Vergeistigung. Gleich nach dem „Totentanz" hat Reinhardt die erhabene und die gemeine Welt Heinrichs IV. mit gleicher Sicherheit und Wahrheit auf die Bühne des Deutschen Theaters gestellt. Es ist das zwölfte Werk Shakespeares, das Reinhardt zu einem neuen Leben erweckt, und so sicher es ist, dass alle Stücke Shakespeares schon vor Reinhardt ebensogut oder viel besser gespielt worden sind, so sicher ist es, dass nie vor ihm diese elf Dramen Shakespeares — Tragödien oder Komödien — und jetzt dieses zwölfte in gleich persönlicher Weise aus dem Schlafe traditioneller Uebung befreit worden ist. Die Leistungen grosser Schauspieler von Garrick und Friedrich Ludwig Schröder an bis zu Kainz und Matkowsky stehen neben Reinhardts Inszenierungen von Shakespeare ohne einander zu berühren. Es ist vielleicht das Unglück des Deutschen Theaters, dass unter Reinhardt kein einziger, ganz grosser Schauspieler wirkt oder gewirkt hat, was mit den kapitalistischen Bedingungen einer Privatbühne zusammenhängt. Es ist aber sein Glück, dass sein Regisseur den Mangel der Zeit an grossen Naturen, also auch an grossen ätttdjttg für Suttgenleibcmbe ift bte Hebung i^re§ allgemeinen förderlichen 3Sefinbeti§. 3n „®ufefe" bietet fitfj iljnen eine fräftigenbe unb leidjt berbaulidje 9?aljrung, bie mit biefen eigenfdjaften au<fj 9BoI)Igefcf)macE unb ben SSortetI Vereint, ftd) burdp SSerbütbimg mit anberen ©Reifen, tote &uppen, (Semüfen 2c. jeber jjerfönlicfjen ©ejdjmatfSridjtung angaffen 51t laffen. Sftcm forbere in ^potljefett unb Progerien bie Srofdjüre mit 104 „Sluf ete" Äodjregepten, bie gratis Verabfolgt toirb. Keiner überschwänglichen bombastischen Rehlame :: bedarf das :: Perhydrolmundwasser, denn es ist absolut frei von Säuren und Salzen, entfaltet deshalb selbst bei jahrelangem Gebrauche keine Nebenwirkung:. Es entwickelt* bei Benutzung freien aktiven Sauerstoff in reichlichster Menge und zwar in der 10 fachen Menge seines Volums. Deshalb desinfiziert es auch sofort die Mundhöhle, beseitigt alsbald den übelsten Mundgeruch, bleicht die Zähne, wirkt auf das Zahnfleisch belebend ein und verhütet Ansteckungen, die durch den Mund erfolgen. KREWEL & Co:j Q. m. b. H. Chem. Fabrik, KÖLN a/Rhein. Haupt-Detail-Depot für Berlin und Umgegend: ARCONA-APOTHEKE, Berlin N., Arconaplatz 5 1=3 Fernsprecher: Amt MI, Nr. 8711. o Generalvertreter für Oesterreich-Ungarn: M. KRIS, Alte K. K. Feld-Apotheke, Wien I.» Stephanplatz 8. Ander Spitze aller meöiamifdjen Seifen fteljt ohne 3rrane bie allein e$tc Steckenpferd-Teersdiwefel-SelTe von Berpann k Co., Radebeul. Dieselbe befcitiQt unbebütßt alle £autunreinia.fettcn unb £autaü8fcfjItiQctuie aJlitef[er.^innen,)8Iüti eben, Oieficfjt^töte. ä «S.tücf 50 $f. Ferner macht der Cream „DADA" rote und spröde Haut in einer Nacht weiß und sammetweich. Tube 50 Pf., überall zu haben.

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