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Ost und West · 1912-11-01 · Heft 11 (November 1912) · p. Seite 1037 - 1038

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Journal
Ost und West
Volume
12 (1912)
Issue
Heft 11 (November 1912)
Article
Reste althebräischer Musik
Date
1912-11-01
Page
Seite 1037 - 1038 (sequence 2)
Language
German
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1037 Abraham Zewi Iclelsolm-Jerusalem: Reste althebräischer Musik. 1038 wir beim babylonischen Gesänge einer ganz anderen Entwicklung. Hier hat die lose Masse der Weifjen, hauptsächlich bei metrischen und gereimten Pijutim, rhythmische, feste Melodienformen angenommen, wie beispielsweise die Nr. 5 und 6, so dass die traditionellen Melodien einen Hauptteil des ganzen gesanglichen Stoffes bildet. Dieselben Melodien sind zum grossen Teile auch im Gesänge der „sefardischen" Juden zu finden, wobei zu bemerken ist, class nur die Melodien älterer Gebetstücke und Pijutim, etwa aus der gaonitischen Epoche, Babyloniern und Sefardim gemeinsam sind, während die Melodien der neueren Pijutim, wie etwa aus der kabbalistischen Zeit, die bei den Sefardim jetzt sehr verbreitet sind, den Babyloniern gar nicht bekannt sind. In Wirklichkeit aber sind die letztgenannten Melodien gar nicht jüdischen Ursprungs, sondern dem arabischen, griechischen und türkischen Tolksge.jange entnommen. Auch der polnische traditionelle Synagogengesang hat keine festen Melodien, sondern rezitierende Weisen und gleicht hierin dem traditionellen Gesänge der Jemeniten und Perser. Die bei den Polen üblichen traditionellen Melodien aber sind -aus Deutschland*) herübergekommen, wo bekanntlich der Synagogengesang vorwiegend aus Melodien besteht. Ob nun das Melodienwesen des babvlonischen svna- * " gogalen Gesanges, das in dem jemenitischen und persischen au^sersynagogalenVolksgesange zu finden ist, auf irgendeinen fremden Einfluss zurückzuführen ist, bleibt dahingestellt. Die Nr. 7 und 8 sind Beispiele aus dem babylonischen Volksgesange,, Nr. 7 ist auf die Pentat euch weise und Nr. 8 auf die Sellchaweise zurückzuführen. Die Volkslieder sind hauptsächlich in hebräischer, ein kleiner Teil in arabischer Sprache Tr.rfasst. *) Süd- und Westdeutschland, sowie auch aus Böhmen, Mähren usw. BABYLONISCHE SYNAGOGENWEISEN. Babylonische Pentateuchweise. Polnische Hoheliedweise. \h J^Jff JJ^N^= <y . * ot —«. H—-j- ------ t -jr v3™^ wea-hab-ta et ä-do-naj k K KK^j=4^=j e -lo-he-cho he-chol le-ba-be-cha ub-chol naf-sche-cha u \ h J }} r r } } rtt rr J h\ \H± *-1 ol me ^- -0- Jf - de - cho, - 1 'fr J J J 7J^=3 m'*' r r "irr * * m ■r mi-jo-jin, le-re-ah sehe - mo ne-cho to-wira sche-men tu-rak sche-me-cho al ken ä - lo - mos a-he-wu - cho 2. Babylonische tefillaweise für Sabbath. jemenitische semiFotweise. j> ji i i i i wm baruch a-ta ä-do-noj e-lo-he-nu me-lech ha-o-lam jo-zer or u - bore hoschech o-se scha-lom & t , M> | " V" \— \--\.....--r } K""""i--------1 " r ' M r i K =a- ■iMJ J 1 JJj JJ J> J J.j jjiJ —*—J J: ^—Jbo-mch a-to a-do-noj e-lo-he-im me-lech ho-o-tom jo-zer or u - bo-re hoschech o-sescho-lom 3 ^3 ubo-re et ha-kol, ha-kol jo - du-cha we-ha-kol je schab-hu-cha we-ha-kol jo-me ru en qa dosch ka-do-naj. 3 □ -bo-re et ha-kol, ha-kol jo-du-cha we-ha-kol je-schab-hu-cha we-ha-kol jom - ru en ga-dosch ka-do-noj. i\ Gemeinde. Psalmweise. te-fil-la le-da wid,schi-ma ä-do-noj ze-deg haq schi-ba rin-na-ti, ha-ä-sinat'fil-la-ti. be-lo sif-te mir-ma.

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