Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 8 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- James Israel
- Date
- 1908-03-01
- Page
- Seite 155 - 156 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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155 H. W.: James Israel. 156 auch als Forscher eiü dauerndes Kuhmeshlatt in der Geschichte der Medizin gesichert. Er hat die Strahlenpilzerkrankung entdeckt, ihrem Wesen und unheilvollen Schaffen nachgespürt, ihren Erreger gefunden. Er hat die Erkenntnis der chirurgischen Erkrankungen der Niere zu einer Vollendung gebracht, dass hier, dank ihm, wohl nichts mehr zu tun übrigbleibt. Hier ist sein unbestrittenes Siegesfeld; hier hat ihn niemand erreicht und wirdihmniemand jemals in der Sicherheit der Diagnose und des operativen Eingriffs gleichkommen. Er milsste denn seine Hände haben. Ist es da ein Wunder, wenn ihn die Kollegen und die Kranken den „ Deus *u den der L. PIL1CHOWSKI renum Gott Nieren" nennen? — Bewusst seines eminenten Könnens und Wissens ist Israel doch nie ein Autokrat im Wissenwollen. Sein Drang nach AI chet Weiterbildung ist ungestillt, jeden neuesten Fortschritt auf jedem Gebiet der Medizin macht er sich zu eigen, nicht wahllos, sondern nach reiflicher, kritischer Prüfung. Und wer ihn über irgend eine Neuerung hat nachdenken sehen, bevor er ein Wort der Zustimmung oder Ablehnung sagt, wer dann sein klares, kritisches Urteil gehört, der hatte das absolut sichere Empfinden,dass Israel den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Wenn äussere Zeichen, Titel, Orden und Ehrenzeichen, ein Masstab wären für das Können und die Verdienste eines Arztes, er müsste zu den Meistausgezeichneten gehören. — So ist seinBild. EinBeispiel, in jedemBetracht der Nacheiferung wert, ein ganzer Grosser, den ein Geschick, das es mit tder leidenden Menschheit gut nieint, noch lange erhalten, möge. H. W. PARIS.