Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 16 (1916)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1916)
- Article
- Benê Hecholo
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 67 - 68 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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67 „Bene Hecholo" „BENE HECHOLO". „Bene Hecholo" ist eine der Sabbatdichtungen "des berühmten Kabbalisten Isaac Lurja, der Mitte des 16. Jahrhunderts lebte. Das Stück steht unter dem starken Einfluß des Sohar und ist in einem ungemein poetischem Aramäisch geschrieben. Es ist eins der populärsten chassidischen Gesänge. — Der Sabbat geht zu Ende die traute Dämmerstunde, die Stunde der göttlichen Gnade und Leutseligkeit, beginnt. Die Frommen sind beim Rabbi versammelt, um seinem Vortrag über den Wochenabschnitt zu lauschen. Bald flieht die Feiertagsseele, die „N'schomoh j'sseroh" davon, sie ist nur noch halb in dieser Welt; da überkommt die Gottesmänner eine neue letzte Begeisterung, eine freudige, unendliche Sehnsucht nach den Sphären, in denen das Göttliche die Mächte der Dunkelheit besiegt. Ehe sie sich als unruhige Erdenkinder in den Alltag begeben, wollen sie sich noch einmal in heiliger Gemeinschaft als die Bene Hecholo, die auserlesenen Tempelkinder, in die Gottesseele versenken. — Die Weise sowohl wie bemerkenswerte Mitteilungen zu dieser verdanken wir dem bekannten hebräischen Dichter S. Schneur. „BENE HECHOLO" (Obersetzung:) Die Tempelkinder Des Tempels Rinder, die sieb sehnen, Den milden Gottesglanj 3U schauen, 5ie mögen weilen an bes Königs Osch, Dem mit ben Wappen reiebgesebmüchten. Strebt, strebt barnacb in diesem fcreis, ODit ben Geflügelten eueb 3U vereinen, nehmt freudig wahr bie 5tunbe ber Gewährung, Die voller Gnaden ist und frei von oorn. Habt eueb, schaut meine ßraft, Die alle Strenge abgetan bat. €s wälzen draussen sieb vor Wut Die hündischen, die frechen Geister. 9o lade icb ibn, den Ur^ftlten, Dass er der Dämmerung Gebet bewahre. Sein Wille, der im Selbst sieb offenbart, €r wird die trübe Brut verscheuchen, Dass sie 3ur tiefsten Tiefe fahre, In wüste Selfenböblen sieb verkrieche. Dun erst, beim Dämmeropfer, £asst uns im hoben Scbein frohlocken. (Uebertragung von Brno Habel.) (Text des umstehenden Liedes:) .vbm "03 T 4; .|TPjn «N^n '3? : rejN vjm vr wo1? I .; - . >.v> v; .N2fl »uns .Nan rirr t - - : tt 1 : : rate Ksbo sran ) : t j - s ♦jrjsj. »K.na .iqrb lay : f»0T3 ^\ p;i? Ua .Kfö^ '«na .Nfi^n viq N3£"l rT,3*T ♦^n irq ianj? : f9 Wl p*l n,^l ♦r^Kjj nSi .p^pj -dS ^'s^qi 'a^a ^ri .pol' p*fiE »rorx* : paVs riT, he, KqvoV ♦rr»1? ^ji ♦rrSn. ipn : pa^ps baa N^a*? : paa ua liiptg1!. ♦jirrap^a +?b itf * :|,e^n,£nN^03-^^P3N^.inNs