Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 14 (1914)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1914)
- Article
- Vorgeschichte Israels und seiner Religion [Rezension]
- Date
- 1914-06-01
- Page
- Seite 461 - 462 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2583875-2584047-2584053-2596726--15678-2596776- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
461 Literarische Rundschau. 462 LITERARISCHE RUNDSCHAU. Rabbiner Dr. Sigmund Jampel: Vorgeschichte Israels und seiner Religion. Nach der altjüdischen Ueberlieferung und den zeitgenössischen Inschriften gemeinverständlich dargestellt. Nebst einer Anleitung zur Popularisierung derselben vermittels des Religionsunterrichtes. Frankfurt a. M. 1913. Verlag J. Kauffmann. Ein hoch bedeutsames Werk, das nicht freudig genug begrüßt werden kann, und von dem man nur wünschen möchte, daß es in keinem jüdischen Hause fehlen solle! Man erinnert sich noch sehr lebhaft, welch eine tiefgehende Erregung in jüdischen Kreisen seinerzeit die „Bibel-Babel"-Vorträge des Professors Friedrich Delitzsch hervorgerufen haben. Die Tagespresse bemächtigte sich der von dem Gelehrten, vielleicht unbeabsichtigt, angerichteten Sensation, zog sie in die untere Region des Tagesklatsches hinab, und alle, die eine Zeitung zu lesen imstande sind, hielten sich für befähigt und berechtigt, in den höchsten und verwickeltesten Fragen der Religionsgeschichte und der Bibelkritik ein " endgültiges und — wegwerfendes Urteil zu fällen. Fs tat einem das Herz weh, zu sehen, wie ein Mann, der als Philologe und Linguist bedeutende Verdienste erworben hatte, sich verleiten ließ, auf einem ihm fremden, wenn auch benachbarten Gebiete Lorbeern zu pflücken, und es erreichte, eine kurze Weile populär im schlimmsten Sinne des Wortes zu sein. Durch die Reihen der ,,freisinnigen" Philister ging ein Raunen: „Nun wissen wir es! Die ganze Religion ist Priestertrug! Es ist ans Licht gekommen, daß Moses nur ein schlichter Imitator Hammurabis gewesen ist! Nichts ist wahr, alles ist erlaubt!" Der gelehrte Professor aber äußerte sich, daß die Assyriologie die Totengräberin der Bibel sein werde. Nun, es ist anders gekommen. Die Assyriologie ist die Totengräberin der „höheren" Bibelkritik geworden, deren phantastische Konstruktionen sich teils als gänzlich falsch, teils als arg übertrieben, und im besten Falle als unverantwortlich übereilt erwiesen haben. Indessen hatten die Bibel-Babel-Stürme in weiten Kreisen des Judentums ein Gefühl des Unbehagens und ein dumpfes Empfinden des Mißtrauens gegen die geistigen Führer zurückgelassen. Es war den meisten denkenden Juden, als hätten die verantwortlichen und leitenden Männer ihnen etwas verhehlt und vorenthalten, was zu wissen sie längst ein Recht hatten, und dessen Unkenntnis ihnen jetzt eine sehr unangenehme Ueberraschung bereitet hat. Und man konnte diesem Gefühl eine gewisse Berechtigung nicht absprechen. Wir Juden haben in unserer Mitte ganz hervorragende Orientalisten und Semitologen, deren Pflicht es war, das jüdische Publikum über alle Fortschritte auf einem Gebiete, das uns so nahe angeht, auf dem laufenden zu erhalten, und es nicht fremden und unfreundlich gesinnten Männern zu überlassen, uns „aufzuklären". Die Bequemlichkeit und Zaghaftigkeit hat sich denn auch bitter gerächt. Mit um so größerer Genug- Uribewusst fügen tDtr tagtäglich unferer £}aut beim EDafdjm erhebliche Sdjäöen $u, tn6em mir ifyr 6en natürlichen, mifroffoptfeh feinen Sdmljübersug, 6er fich mit 6em Seifenfdjaum perbin6et, em^iehen. — (Ermiefenermafen liegt hierin 6ie <55runö*Urfacfje 6er (Ent* fteljung flecfiger, riffiger un6 unflarer £)aut. — XHoufon's 3gemo*Seife erfefct, in» folge i^rer präferpatipen tDirfung, 6er dfaui 6as natürliche Sdm£flei6 un6 erhalt fte 6a6urch rem un& gefefmteibig — 2Xlan beachte bk unmittelbar nach c™e* IDafchung mit 3gemo'Seife 6eutlich fühlbare, angenehme (Blatte 6er Sautoberfläche. Jgomo-Qrün 30 Pfg., Jgemo-Blau 50 Pfg., Jgemo-Qold 80 Pfg. üeberall käuflich, Alleinige Jabrtfanten: 3. €. Itlotuon * €o.. Traikfurt a. Hl. (Segtünbet 1798. vffctjscns t/gewo-Seife