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Ost und West · 1914-04-01 · Heft 4 (April 1914) · p. Seite 315 - 316

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Journal
Ost und West
Volume
14 (1914)
Issue
Heft 4 (April 1914)
Article
Das Pessachbuch [Rezension]
Date
1914-04-01
Page
Seite 315 - 316 (sequence 1)
Language
German
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315 Literarische Rundschau. 316 LITERARISCHE RUNDSCHAU. Aus einer alten Hagadah. Chad Gadja, Das Pessachbuch. Herausgegeben von Hugo Herrmann. 224Seiten. Oktav. Jüdischer Verlag Berlin 1914. Preis br. Mk. 3.-, gb. Mk. 5.-. Unsere Zeitschrift hat wiederholt Beiträge über das historische und künstlerische Werden der Pessachhagadah gebracht. Mancher Leser wird sich an den Aufsatz von Theodor Zlocisti über die Hagadah von Mantua erinnern, der mit seinen zahlreichen Illustrationen eine Vorstellung von der Bedeutung der Hagadah, des echten Volks* buches der Juden, gab. Auch im vorliegenden Buch finden wir Zlocisti wieder als den Verfasser eines orientierenden Aufsatzes, der das Verständnis des literarischen und künstlerischen Inhalts des Buches erleichtert. Die alte Pessachhagadah war ein Sammelbuch, zusammengetragen aus dem Schrifttum der alten Zeit, der Bibel, dem Gebetbuche, dem Talmud und den Midraschim und nicht zuletzt dem Volks* lied. Das vorliegende Buch will auch so eine Art moderner Hagadah sein, und es ist natürlich, daß es sehr stark an ihr ehrwürdiges Muster anknüpft. Daneben ist aber das moderne Schrifttum bis auf die letzte Zeit berücksichtigt worden, schließt doch das Buch mit der Schilderung der Chagigah, der olympischen Spiele der palästinensischen Juden, die alljährlich während der Halbfeiertage des Pessach* festes in Rechoboth stattfinden. Den Anfang des Buches bilden die ein* schlägigen Kapitel aus dem IL Buche Mosis. Dann folgt, in neuer Uebertragung und reichillustriert, ein großer Teil der Pessachhagadah, wobei das Rituelle dem Folkloristischen gegenüber in den Hintergrund tritt. Dann kommt der oben er* wähnte Aufsatz von Zlocisti und nun schließt sich in bunter Aufeinanderfolge der literarische Teil an. Neben einer Anzahl von Legenden aus Talmud und Midrasch, die Dr. Hugo Bergmann meister* haft übersetzt hat, finden wir eine Reihe von ethnographischen Schilderungen. Von der Pessach* feier zur Zeit des zweiten Tempels wird berichtet, wie von dem volkskundlich sehr reizvollen Seder der Juden im Kaukasus, wir lesen vom Mazzoth* backen in Böhmen, wir erfahren vom Pessach der Samaritaner und der jemenitischen Juden. Die greise Pauline Wengeroff, die bekannte Verfasserin der ,,Memoiren einer Großmutter", schildert den Pessach in Rußland vor 70 Jahren. Von den eigentlichen belletristischen Beiträgen seien her* vorgehoben ein Kapitel aus dem Rabbi von tKönigsflredersofej'fe <2K. 7,— {KönigsfUederztRiechkissen CM. Bei einem erften Derfud} headfU man 6ie tounöerbare (Blatte Q un6 XPeid>^eit 6er Qaut, foroie 6en tjerrltdjen, 6en poren entftromenöen 6isfreten Duft. Jv&no-Gofci 6te Coilettefeife für befon6ers 2lnfprudfst>olIe — (Bans etgenai i§ nmnberpotfe parfümierung — prächtige Scfyaumbitöung. — Xiadf ton 5tan6punfi 6er mo6ernen Dermatologie perforiert ZTtoufon's „39*mo^ 6te oollfommenfte un6 feinfte Coilettefetfe. (IHoiiSCtosJfgemQ' Jgemo-Grün 30 Pf., Jgemo-Blau 50 Pf., Jge,:io~Gold 80 Pf — Alleinige Fabrikanten: J. G. Mouson <£ Co., Frankfurt a. M. Gegr. I79t\

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