Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 14 (1914)
- Issue
- Heft 3 (März 1914)
- Article
- Der Glasschrank
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 251 - 252 (sequence 4)
- Language
- German
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251 Marie Riesenfeld: Der Glasschrank. 25: zählten ihren Herzen immer wieder von der Mutter Sehnen und Wünschen. — Und jetzt soll das aus sein — ganz aus. — — — Draußen erhebt sich irgendwo im Osten fahl und grau der Morgen. Die Dämmer wischen über das Mondlicht, bis es erblaßt, und greifen mit ihren grauen Spinnenarrnen in das Zimmer. Wie etwas Fremdes, Feindseliges hüllt der Raum mit dem grauen, kalten Licht die Kinder ein. Sie wissen wenn es hell wird, dann müssen die feinen Märchenstimmen des Glasschrankes für immer schweigen, dann steht das Leben, das gestern bereits seine Hand auf sie gelegt, vor ihnen.--- LITERARISCHE RUNDSCHAU. Julius von Ludassy, Die trennende Brücke. Wiener Roman aus dem Vormärz. Schuster & Loeffler, Berlin und Leipzig 1914, 8°, 291 Seiten. 3,50 M., geb. 4,50 M. In der letzten Nummer dieser Zeitschrift habe ich an dieser Stelle ein Buch besprochen, für dessen Helden seine Abstammung von einem Juden und einer Christin sein Schicksal ist. Es ist vielleicht mehr als ein Zufall, daß auch das vorliegende Buch dasselbe Problem — behandeln will. Rebekka Moreno ist die Tochter des in Wien lebenden Sephardi Nathan und seiner Jüdin gewordenen Gattin, die in ihrer zweiten Ehe Lori Baronin Rottenhof heißt. Ein Zufall fügt es, daß Rebekka mit ihrer totgeglaubten Mutter zusammentrifft und so erfährt, „daß sie gemischten Geblütes war. Ihre Herkunft machte ihr den Zwiespalt ihrer Natur deutlich. Sie war ihres Vaters Tochter: durch ihn hing sie immei noch 'mit dem Glauben ihrer Vorfahren, mit dei Ueberlieferung ihrer Ahnen zusammen. Sie wrai aber auch ihrer Mutter Kind. Von ihr hatte sie die heitere Liebe zu der alten Kultur, die in dieser Stadt zu Hause war. Sie fühlte es: Vaterland und Mutterland rangen in ihr. Dieser Kampf, der in ihr ausgefochten wurde, war ihr Schicksal. Dessen ward sie inne, als sie hellsehend in ihr Inneres schaute/' Und was ist nun die Entwicklung dieser programmatischen Worte? Rebekka vermählt sich, den mehr praktischen, wenn nicht frivolen Ratschlägen ihres Vaters und den ernst gemeinten ihrer Tante Dina folgend, dem jüdischen Arzte Anselm König, ohne indessen sein Weib zu werden, während sie den Grafen Santino Tremonti liebt. Sein Bild vermag sie auch dann nicht aus ihrem Herzen zu 3)te oberen 6d)td)tett ber Oberhaut ((SpibermiS) toerben, tt>ie feriffenfd)aftttd)e Bestellungen ergeben rjaben, forttoa'brenb (oggelöft unb burcf) tiefere 6d)td)ten ber §aut tmeber erfe^t. — SHit ber Sntenfttät btefeS STOecbfetS ber Oberhaut fteigt? unb fällt ber (5>rab ber ^erfcbönerung§mögnd)Jeit unfereg Seintg.*— «iöloufon'ä Igemo Seife imterftu^t biefen (frneuerungg* pvö$z$ ungemein, benn infolge ibrer fcon bcn Dermatologen fo fe^r gefegten <£igenfd)afr, bie §aut nad) jebem TOafdfren mit einer mifroffojrifd) feinen <3cbut}fd)td)t 3u überleben, übt fie eine fonferbterenbe, träftigenbe unb rjcitenbe 'üBtr* fung au£, beren3uforge bie fitf) ftänbig (oSIöfenben, metft mit (Staub behafteten, toi^igett §autfd)üD£d)en reftloS unb auf natürlidöem OTege entfernt toerben. — £>ierau3 erflärt fidf) aud) bte auffalfenbe, tounberbar inofrltuenbe Glätte ber £aut, unmittelbar nad) einer TOafcbung mit Sötoufon'g Igemo* Seife unb bte bei anbauernbem ©ebraud) fid) prompt einftellenbe, fidrjtbar 3unerjmenbe $farbeit unb griffe ber §autoberftäd)e, tnßbefonbere bei embfinbHcben ©amen unb ferjr 3arten $inb ern. — Igemo^Grün 30 a% Igemo=Bhu 50 a\, igemo=Gold 80 ,\\, überall erbältltd)- Gesc/iC. Jtefon im elegante^ Stuc MkASOm TabriA J.Gflouxm &C9 Trankfurt Gegtim. (Wun& von unpergieid?lid?er <5artr)eit, foftlicfi, antfeimelnb, toie 6er £)a\xd beginnenden $rül}lings— buref) ZTtouf ou's neueftes parf üm „Köntgsflteto Hiemate ift ber fyerrlidje Duft unteres biüfyenben beutfcfjen $lkbt:$ \old) ppUenbeter Haturtreue ipiebergegeben tporben. — ZTloufo „Königsflieber' perförpert ben eungblüfrenben ffiieberftraufc unb läff bic Perganglidffeit ber natürlichen Duftfpenber, ber Slumen, perge{ Ulotisons STcufiim