Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 10 (1910)
- Issue
- Heft 11 (November 1910)
- Article
- Schach
- Date
- 1910-11-01
- Page
- Seite 771 - 772 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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771 Dr. Emanüel Lasker: Schach. 772 nur die Figuren des Schwarzen im Gleichgewichte halten, was.er unschwer erreichen kann. 12) .... ' Td8-eS 13) Ddl—a4 Dd6—b8 Wenn Kc8—b8, Lg5—h4. 14) Lg5—h4 .... Günstig war auch Tel—e2 und Tal—el sogleich. Zu einem starken Angriffe hätte b2—b4, nebst b4—b5, c3—c4 usw. geführt, doch hält Weiss folgerichtig an seinem ursprünglichen Plane fest. 14) .... Lf8—d6 15) Lh4-g3 Ld6xg3 16) h2xg3 .... Dies gibt dem Schwarzen einige Chancen auf Gegenangriff. Bei f2 x g3 hätte Weiss ganz sicher gestanden. 16) .... Lh5—g6 Um sich die h-Linie zu öffnen, oder, wenn Weiss ihm etwa mit Ld3—fl die Diagonale lässt, sich auf e4 festzusetzen und dort, zum mindesten zeitweilig, die Angriffslinie der weissen Türme zu unterbrechen. 17) Da4—c2 Lg6xd3 18) Dc2xd3 h7—h5 19) Tel—c2 Sf6—g4 20) Tal—el Th8—h6 Ii5—h4, um auf g3xh4 mit Th8xh4 zu antworten (Sf3xh4?, Db8—Ii2f nebst hl matt), scheiterte an 21) Dd3—g6, Sd7—f6; 22) g3xh4, Th8xh4; 23) Te2xe6, Te8—h8; 24) Sf3xh4, Db8—h2f; 25) Kgl—fl, Dh2xh4; 26) Dg6—f5. Weiss hat die Qualität mehr und hält sie, weil der König über e2 in Sicherheit kommen kann. 21) c3—c4 Db8—c!6 Nun wäre auf h5—h4 Dd3—f5 gefolgt, etwa 22) h5—h4; 23) Dd3—f5, Sg4xf2; 24) Te2xe6, Th6 x e6; 25) Tel x e6, Te8 x e6; 26) Df5 x c6, Sf3—e5 oder auch De6—g8| drohend. 22) c4xd5 c,6xd5 23) Sd2—b3 .... Um nun einen Turm auf die c-Linie zu bringen und sodann mit Sb3—c5 die Attacke fortzusetzen. 23) .... h5—h4 Ermüdet von all der Arbeit der Berechnung der schwierigen Kombinationen, die er infolge seiner verwickelnden Spiclweise sich aufgebürdet hatte, begeht er hier einen Fehler. Unglücklich, jedoch in einem gewissen Sinne verschuldet. Zunächst musste Schwarz, seine Ungeduld, den Gegenangriff zu eröffnen, zügelnd, KcS—b8 ziehen. 24) g3xh4 Th6xh4 25) Te2—c2| Kc8—b8 26) Sf3xh4 Dd6—h2f 27) Kgl—fl Dh2xh4 28) Dd3—g.3t Dh-'. xg3 29) f2xg3 e6—e5 30) d4xe5 Sd7xe5 31) Tc2—e2 .... Sb3—d4 hätte leicht gewonnen, weil der schwarze König nicht zur Entwicklung gelangt wäre und das materielle Uebergewicht von Turm gegen Springer sich dann bald fühlbar gemacht hätte. 31) '. . . . Kb8—c7 32) Sb3—d4 " Te8—h8 Weiss gab liier remis; auf Kfl—gl käme Ke7—d6 und Schwarz hat in dem freien d-Bauern eine Kompensation für die Qualität. Weiss hätte aber noch auf Gewinn spielen sollen. Bei Sd4—b5f oder bei Sd4—f5| gerät der Springer zwar auf Irrwege, doch Te2—c2, mit der Absicht, über c7 einzudringen," wäre aussichtsreich gewesen. Die Studie des Problems No. 9 wurde von Herrn Hans Brock, Posen, wie folgt analysiert: 1) e6—e7f Kf8-e8 2) Kh3—g4 Dh8—g8 3) Kg4-h4 und hält remis, indem er Schwarz zwingt, seine Züge zu wiederholen, oder ihn durch Dg8—e6 ' patt zu setzen. Gibt Schwarz seine Dame preis, so gewänne Weiss ohne Mühe. Lösungen, die mit dieser übereinstimmen, wurden eingesandt auch von Cilly Cohn, Rawitsch; Walter Feilchenfeld, Berlin; P. Guttfeld, Berlin; Ernst Haarburger, Stuttgart; Hermann Loeb, Bingen; Heinrich Picard, München. Das Los entschied für P. Guttfeld, Berlin. Problem No. 10. Von P. F. Blake. Schwarz (sechs Figuren). 1^^^^^ W^^W^^^^^ g§3 yß/ßy 'M///^^ flp2p\ Weiss (sieben Figuren). Weiss zieht und setzt in zwei Zügen matt.