Mannheim
Compact Memory

Ost und West · 1910-05-01 · Heft 5 (Mai 1910) · p. Seite 325 - 326

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
10 (1910)
Issue
Heft 5 (Mai 1910)
Article
Luigi Luzzatti
Date
1910-05-01
Page
Seite 325 - 326 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2583875-2583993-2583999-2594790--10371-2594880
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

325 Luigi Luzzatti. 326 das Christentum sein Bollwerk hat. der Jude zur Leitung der Staatsgeschäfte berufen wird. Baron Sidoey Sonnino, des jetzigen Premiers Vorgänger war gleichfalls jüdischer Abstammung, ebenso der gewesene Kriegs-minister Ottolenghi, der Jude blieb, während Sonnino noch als Kind dem Protestantismus zugeführt wurde. Eben jetzt wurde der jüdische Deputierte Barzilai zum Botschafter in Peking ernannt. Und die „ewige Stadt", das christliche Rom, verwaltet der jüdische Bürgermeister Ernesto Nathan. In Italien findet man nichts merkwürdiges dabei; sieht in diesen jüdischen Männern opferwillige Patrioten, Stützen von Staat und Gesellschaft. Dem Scha"hfrv>und, d^r den Wert des alten Spieles einsieht, ohne dessen Bedeutung zu überschätzen, bieten die künstlichen Endspiele viel Genuss. Er ergötzt sich an der Harmonie z,vischen dem schönen schachlichen Gedanken und seinem künstlerischen Ausdruck und freut sich der Kritik der Komposition. Ist er zudem ein Kenner dar Grundsätze der Kritik, wie sie an Kunstwerken geübt wird, so muss es ihm ein Verguügen sein, zu soh m, dass diese nämlichen Grundsätze sogar in dem Gebiete des Schachspieles sich bewähren. E * mag sich dabei vorhalten, wie unwahrscheinlich es an und für sich sein muss, dass die Kunst, die sich auf d e Freude der Sinne gründet, denselben Gesetzen gehorchen soll wie die Kunst, die Rine so intellektuelle und so rein zufällige Sache wie das von Menschen nach willkürlichen Regeln geschaffene Schachspiel zum Ausdrucksmitt^l erkürt. Dass dies Unwahrscheinliche Ereignis ist, verdient unsere Aufmerksamkeit, denn dahinter verbirgt sich vermutlich ein tiefes Gesetz. In dieser Schachspalte werden von Z ut zu Zeit komponierte Endspiele besorochm werden. Das letzte D iz Minium ist reich an genialen Komponisten — Troitzky, die G3brüder Pawlow, B mt'ng, Rinck und Comte de Villonouf, um nur einige zu nennen — und ihre Werke so'lten von allen Schachfreunden gekannt und verstanden sein. Von d :n Gebrüdern Pawlow, Riga. Schwarz (vier Figuren). SCHACH. Redigiert von Dr. Emanuel Lasker. Nachdruck verboten. Dame; 3) Lf6xd4f, Dalxd4; 4) Sf3xd4, Ke3xd4; 5) Kg3-f4, Kd4xd3;6) Kf4-g5, Kd3-e4; 7) Kg5-h6. Ke4—f5; 8) Kh6xh7, Kf5-f6! und macht remis, Man beachte, wie nahe Weiss hier an den Gewinn kommt; doch auf die partiegemässe d. h. also gewöhnliche und unkünstlerische Weise kann er ihn nicht erreichen. 2) Sgl—e2 a2—al Dame 3) Se2—cl! --- Die Idee der Studie. Es droht nun Matt mit Lg5. Auf Dxcl kommt natürlich auch Lg5. Kd2 verlöre wegen Sb3f die Dame, Da5 wird mit Lxd4f und h7—h.6 mit Le5 beantwortet. Em herrliches Zusammenspiel der wenigen weissen Figuren, die nur durch äusserst sparsame Ausnützung all ihrer latenten Kräfte der Aufgabe gerecht werden können. m j§ » ü HS » Wß> II i ■ Hl HP ■ ü §§§ ■ i 1P « ä k Sf!P «i w% m w in m » * ■ Ji HP «I ü Weiss (5 Figuren). Weiss zL-ht und gewinnt. I. Le7—f6. d5-d4. Diese beidm Züge sind partiegemäss. Weiss hindert Schwarz, sich mit dem a-Bauer eine Königin zu machen und Schwarz durchkreuzt dm Plan. Das Endergebnis ist, dass der schwarze König sich das Feld d4 blockiert hat. Wollte nun Weiss wie in einer Partie fortsetzen, so müsste Sgl—f3 geschehen, etwa 2) Sgl—f3, a2—al Unser Problem No. 4 aus dem Aprilheft wird gelöst durch 1) Lb2—d4. Schwarz hat darauf drei verschiedene Züge, und so ergeben sich drei Varianten: I. 1) . . . e5xd4; 2) De2—b5 matt. II. 1)... Kd5xd4; 2) Te7—d7 matt. III. 1) . . . Kd5—c6; 2) De2—c4 matt. Problem No. 4 wurde richtig gelöst von Erich Blumenthal, Leipzig; Hans Brock, Posen; Cilly Cohn, Rawitsoh; Curt Cohn, Coepenick; Th. Epstein, Frankfurt a. M.; Paul Erlanger, Ulm a. D.; Walther Feilchenfeld, Berlin; Bruno Freund, Schneidemühl; Gottfried Fuchs, Karlsruhe; Ignatz Groeger, Bromberg; Gottfried Gumbel, Heübronn; S, Gutmann, Göppingen; Ernst Haarburger, Stuttgart; Rudolf Henn, Berlin; Ludwig H. Herz, Berolzheim; Jakob Kohnstamm, Nürnberg; Ernst D. Lesser, Berlin-Wilmersdorf; Hermann Loeb, Bingen; Wilhelm Rettich, Leipzig; Leo Scherek, Posen; Abraham Scholtz, Kattowitz; AI xander Simonowitz, Charlottenburg; Kaiman Tarter, Suczawa (Bukowina); Josef Weinberg, Suczawa; Marcus Wittenberg, Breslau; Robert Ziegel, Nürnberg. Das Los entschied zu Gunsten von Th. Epstein, Frankfurt a. M. Problem No. 5. Von P. F. Bla Schwarz. ke. 9 * m§m is j§!§ WWs.c^^MMM wJ^^wtfr ■...... ü ä w« asm WM m ■ ■ P P yföJßnW'- fi ■ *■ HP ^■j? H iü ■ ■ ■ ' Weiss zieht und setzt in zwei Zügen matt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.