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Ost und West · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. Seite 213 - 214

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Journal
Ost und West
Volume
6 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
Statistik der Juden in den muhammedanischen Ländern
Date
1906-03-01
Page
Seite 213 - 214 (sequence 4)
Language
German
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213 Statistik der Juden in den inuhammedanischen Ländern. 214 . „ /Bou«>......... 1887 Kilis l.onc |vorsHii«Ml«Mii...... 125 1 Sil ,. . .. /Houjio....... SGL kms l>ou,m | vPrarhi«Ml..in'..... 150 711 {Ain Beiil»...... 703 Constantine...... 7 186 Tebessa....... 267 Verschieden«-..... 255 8 411 f Guolmn........ 71t Kreis (luelinn l Souk Anis...... 416 (Verschiedene..... 26 1 153 Kreis / l'hilippeville..... 153 Philippeville \ Verschiedene..... 94 247 [ Bordj bou-Arreridj ... 121 St, Ärnaud...... 145 Kreis Setü' [ Serif........ 160L M'Sila........ 121 [ Verschiedene...... 204 2 192 15 128 Zusam mens teil ung. U„ier................18 349 (In,,,................. 23 567 Constantine............... 15128 Zusammen: 57 014 Ausser diesen eingeborenen Juden, die das französische Uüro-errecht. gemessen, gibt es noch französische oder fremde .luden, die in der amtlichen Statistik mit den Franzosen oder sonstigen Fremden ohne Rücksicht auf die Konfession figurieren. Ihre Zahl dürfte etwa 0000 betragen, so dass sich die gesamte jüdische Bevölkerung Algeriens auf 68 000 belauft Tun esion. Die jüdische Bevölkerung Tunesiens beläuft sich auf 62 540 Seelen, die in etwa 20 Städten und 12 Dörfern ansässig; sind. Beja........ 12f0 Bizerte . - . . . 1200 rebertrao-: 11 675 Djerba (Stadt u. Ini- Moküilie. . . .". 9U0 gegend> . . . . 4100 Monastii- .... 610 fiabes .' . . . . 1200 Na beul..... 1500 450 Sfax...... 2 200 f Jouletto...... 1000 Soliman..... 225 Kairouan . . . . 500: Souk-El-Arba . . . 230 Kef (Le) . . . . 1200 Sousse..... 3 500 Malidia..... 500 40 000 Mateur..... 325 12 Dörfer .... 1700 zu übertragen: 11675 Zusammen: 62 545 Aegy pten. Nach der am 1. Juni 1807 vorgenommenen Zählung belief sich die Gesamtbevölkerung Aegyptens auf 9 734 405 Seelen. Sie Avies eine Zunahme von jährlich 2,866°/0 auf, da die im Jahre 1882 veranstaltete Volkszählung eine Gesamtbevölkerung von 6 813 919 ergab. Ohne Zweifel ist die jüdische Bevölkerung durch den Zustrom rumänischer, russischer und türkischer Auswanderer in grösserem Wachsen begriffen; auf Grund des Prozentsatzes von 2,866% gelangt man zu einer Gesamtzahl von 30 678 Juden. Sie verteilen sich auf folgende Städte: i Uebertr;i£>- 14362 I Benlia.....' 12 433! Beni Suef .... 500 Mi ni a...... 1 104 Mis Chams . . . 50 Seinbellawein. . . 150 Mahalla El-Kobra . 10 Kafr-El-Cheik. . . 20 Zifta...... 275 I n 30 Ortschaften Ober- 293 und Unter-Aegyten 6t verteilt . . . Alexandrien Port Said . Tantah . . Ismailia . . Suez . . . Damiettc Assuan . . Damanhur . Zagaziz . . Mansurah . übertr; 29 258 29 258 181 39 50 260 60 260 70 160 400 Zusammen: 30 678 (Schluss folgt.) APHORISMEN, MISCELLEN. »Wir sind nicht eingewandert, wir sind eingeboren, und weil wir es sind, haben wir keinen Anspruch anderswo auf eine Heimat; wir sind entweder Deutsche oder wir sind heimatlos. Oder will man im Ernst die ursprünglich fremde Abkunft gegen uns geltend machen? Will man zivilisierte Staaten auf das barbarische Prinzip der Autochtonenherrschaft zurückführen? Diese Fragen bedürfen keiner Antwort." Es gibt nur eine Taufe, die zur Nationalität einigte: die des Blutes im gemeinsamen Kampf für Freiheit und Vaterland. Die deutschen Juden haben sich diesen vollgültigen Anspruch auf Nationalität vollgültig erworben. — In der Marienkirche zu Lübeck las man die Namen von Juden unter denen der gefallenenen Befreiungskämpfer. Nach dem Befreiungskriege hat man in Lübeck die Juden ausgetrieben. Jene jüdischen Kämpfer haben also die Schmach ihrer Glaubensgenossen mit ihrem Blute erkauft. * * »Wir wollen dem deutschen Vaterlancle angehören. Wir werden ihm aller Orten angehören. Es kann und darf und mag von uns alles fordern; was es von seinen Bürgern zu fordern berechtigt ist; willig werden wir ihm alles opfern — nur Glauben und Treue, Wahrheit und Ehre nicht; denn Deutschlands Helden und Deutschlands Weise haben uns nicht gelehrt, dass man durch solche Opfer ein Deutscher wird!« Ihr zündet die Fackeln historischer Untersuchung an, um herauszubringen, ob einmal in finsteren Zeiten ein finsterer Rabbi gelehrt, dass man den anders Glaubenden weniger Treue und Glauben schuldig sei als den Glaubensverwandten. Seht Ihr den Scheiterhaufen nicht durch die Nacht der Geschichte leuchten, der es mit Flammenzügen niedergeschrieben, »dass dem Ketzer nicht Wort zu halten?" Seht Ihr den Kaiserlichen Schutzbrief nicht zerrissen daliegen, das Wort und die Ehre des ersten Herrn in der Christenheit in den Staub getreten, »weil dem Ketzer nicht Wort zu halten?" Ich bitte Euch, brecht die Rechnung ab mit der Vergangenheit, öffnet die Gräber nicht; lasset die Toten ruhen, sie würden fürchterlich gegen Euch zeugen." (Aus der im Jahre 1831 erschienenen Schrift Gabriel Riessers: „Verteidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden gegen die Einwürfe des Herrn Dr. Paulus. Den Gesetzgebenden Versammlungen Deutschlands gewidmet"). Eine Anti-Heine-Versammlung. Dieser Tage wurde in Frankfurt eine »Anti-Heine-Versammlung" veranstaltet, die

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