Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 5 (1905)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober-November 1905)
- Article
- Bezalel
- Date
- 1905-10-01
- Page
- Seite 633 - 634 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr. J. Thon: Bczalel. BORIS SCHATZ. Totengebet nach Theodor Herzl. RELIEF.; ■^vr&M während das im Lande nichtvorhandene wiederum bei dem niedrigen Einfuhrzoll der Türkei und der Bequemlichkeit des Wasserweges mit Leichtigkeit importiert werden kann. Zu diesen günstigen Bedingungen des Landes gesellen sich noch andere, die das Unternehmen als erfolg- und aussichtsreich erscheinen lassen. Denn einerseits ist das Kunsthandwerk von allen Handwerken noch das lebenskräftigste und dringt trotz der nivellierenden Fabriktechnik noch immer siegreich vor. Anderseits ist die jüdische Bevölkerung infolge ihrer anerkannten geistigen Regsamkeit gerade sehr gut und vielleicht ausschliesslich für eine Beschäftigung verwendbar, bei der die ganze Persönlichkeit zum Vorschein kommt, die Individualität des Schaffenden in seiner Arbeit sich ausdrückt und nicht der Mensch zum mechanischen Werkzeug der Maschine wird. Dafür aber, dass die Sabbatsegen. €%%f BORIS SCHATZ. Arbeit durch ihre Qualität sich für die Dauer konkurrenzfähig erhält, wird genügend dadurch gesorgt werden, dass sie beständig unter künstlerischer Leitung verbleiben wird. Ein jedes Stück Arbeit wird nach seiner Fertigstellung von den Leitern der Schule geprüft und erst dann zum Verkauf bestimmt, wenn es von ihnen als durchaus gut ausgeführt befunden ist. Durch diesen fortlaufendenKontakt der arbeitenden Bevölkerung mit den Künstlern, die als Lehrer der Schule wirken, wirdferner auch bewirkt werden, dass jeder Arbeiter ununterbrochen lernen und sich zu vervollkommnen Gelegenheit haben wird. Ganz naturgemäss wird auf diese Weise die kunstgewerbliche Produktion im Lande sich einbürgern, von Jahr zu Jahr bessern und segensreichere Resultate ergeben. Von den Künstlern werden immer neue Anregungen kommen, der Kunstsinn und Ge- RELIEF.