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Ost und West · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar-Februar 1923) · p. Seite 47 - 48

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Journal
Ost und West
Volume
23 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar-Februar 1923)
Article
Aus der philosophischen Literatur [Rezension]
Date
1923-01-01
Page
Seite 47 - 48 (sequence 2)
Language
German
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47 Aus der philosophischen Literatur 48 zusammengetragen, kritisch gesichtet und geordnet, und gelangt zu dem Ergebnis, daß an der Einheit und Allgemeinheit des "sittlichen Bewußtseins der Menschheit soweit die natürliche Moral in Betracht kommt, welche in den Zehn Geboten der Bibel ihren klassischen, ewig unvergänglichen Ausdruck gefunden hat, kein vernünftiger Zweifel bestehen kann. Alle Völker, auch die in der Kultur am tiefsten stehenden, haben einen Grundstock von sittlichen Begriffen und Grundsätzen, die einen unverlierbaren Gemeinbesitz der Menschheit bilden. Alle unterscheiden zwischen Gut und Bös, zwischen Tugend und Laster, . zwischen guten und bösen Menschen. . Überall wird das Gute als erstrebenswert. anerkannt und gebilligt, während das Böse, das Laster,: als verabscheuungswürdig gilt. Daß bei manchen Völkern Handlungen als zulässig oder gar lobenswert gelten, welche wir mit unserer besseren Erkenntnis als böse verdammen, erklärt sich leicht aus den konkreten Verhältnissen, in denen die Naturvölker leben. Alle Völker ohne jede Ausnahme haben ferner irgendeine Religion, sei sie auch, noch so primitiv, und auch der Glaube an. ein Fortleben nach dem Tode in irgendeiner Form ist ein Gemeingut der Menschheit. Das stimmt sehr wohl zu der Überzeugung der anthropologischen Wissenschaft von der leiblichen Einheit des Menschengeschlechtes, die heutzutage von allen Forschern geteilt wird. Wenn alle Rassen und Völker der Erde trotz der Verschiedenheit der Hautfarbe und der Schädelformen eine Einheit bilden, so daß die Anthropologie zu dem Gedanken zurückgekehrt ist, sie stammen alle von einem Elternpaare ab, so müssen sie wohl auch psychisch so tief verwandt sein, daß sie wenigstens die hauptsächlichsten Grundzüge mit einander gemein haben. — Cathrein berücksichtigt aber nicht nur die Naturvölker, sondern auch die Kulturvölker, die sich zu heidnischen, das heißt zu vorjüdischen und. nichtchristlichen Religionen bekennen. Er bietet im ersten Bande eine fast vollständige Religionsgeschichte, von den alten Ägyptern, Babyloniern und Assvrern und den übrigen semitischen Völkern, über die Perser und Inder, die Chinesen und Japaner, die klassischen Völker (Griechen und Römer) bis zu den jetzt ganz verschwundenen Kulturvölkern Amerikas. Sehr merkwürdig ist hier der große Freisinn und die weitherzige Toleranz dieses strenggläubigen Jesuiten, der in allen diesen heidnischen Religionen den göttlichen Wahrheitsfunken sucht und findet und mit echt menschlicher Anteilnahme'darstellt. Alles in allem hat Cathrein Kunstverlag Phönix Leo Winz, CharlottenDurg 2 Knesebeekstraße 32 Hervorragende Auswahl in Photogravttren und Postkarten nach jüdiscnen Kunstwerken Man verlange Prospekte 6000 nufflfirende eArlfUn gratis, Pect» tnoaaföt, feoo* nIAt unbedingt «erlangt puffla« rendt ©rofAfire gegen OT. tatRarren oocrpaptergtlofrt». Kod^o »MfandgefeUföofi ffmburg 40 + KadJepo/tb»f W er&ältlfd) In fl»otl>eren, Progerien, Reform» u. eanit8t«gef*äf ten. Zur zarte weisse Haut.

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