Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 7 (1907)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1907)
- Article
- Wo du hingehst ... [Musikdruck]
- Date
- 1907-05-01
- Page
- Seite 325 - 326 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- piece of music
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- IRI
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325 Wo du hingehst. 326 bleibst ,2 da blei-be auch ich, da blci-be m ^fff , C dableibe ich auch!_ AUS DER JUEDISCHEN SAGEN- UND MAERCHENWELT. Von Bar-ami. Der König und seine vier Söhne. In einem fernen, fernen Lande war einmal ein König, der hatte vier Söhne. Als er alt wurde und fühlte/ dass ihm kein langes Leben mehr beschieden war, liess er seine Söhne um sich versammeln und sprach zu ihnen Folgendes: „Meine lieben Kinder, Ihr sehet, dass ich nicht mehr jung bin, meine Zeit ist bald abgelaufen, nicht lange dauert's noch und ich werde gerufen. Wenn ich nicht mehr hier bin, fürchte ich, könnten Streit und Hader unter Euch entstehen, wer meine Krone und mein Eeich erben solle. Seht, um dem vorzubeugen, habe ich beschlossen, Euch auf die Probe zu stellen,* wer der Tüchtigste ist. Ihr sollt alle vier in die Welt hinaus, ein jeder nach einer anderen Richtung, ein Jahr lang sollt Ihr umherwandern, allerlei Menschen Nachdruck verboten. und Dinge sehen und Euch durchschlagen, so gut Ihr's könnt. Daheim ist ein Jeder schön, sagt ein Sprichwort. Das ist keine Kunst, geschickt und tüchtig zu sein, wenn Einer beim Vater hinterm Ofen sitzt und es warm hat. Versuchers mal aber draussen, wie es Euch ergehen wird. Besser ein Narr, der gewandert ist, als ein Kluger, der immer zuhause sitzt. Wer von Euch also nach einem Jahre zurückkommt und mittlerweile die grösste Siegestat vollbracht hat, der soll mein Königreich erben. Gold und Edelsteine gebe ich einem Jeden von Euch, - so viel er tragen kann, doch dürfet Ihr von diesen Schätzen nur in der äussersten Not Gebrauch machen." Gesagt, getan. Man sattelte den vier Prinzen die besten Pferde. Dann nahmen sie sich alles Nötige mit und zogen hinaus in die weite Welt, ein jeder nach