Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 2 (1902)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1902)
- Article
- Miscellen / Gutzkow, Carl
- Date
- 1902-10-01
- Page
- Seite 715 - 716 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2583875-2583890-2583901--02178-2586251- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
715 Litterarisch.es und Miscellen. 716 Jeder jüdische Kämpfer, der auch noch nach der Emanzipation seiner Glaubensgenossen in den Reihen der Streiter für die allgemeine geistige und bürgerliche Freiheit ausharrt, zählt für zwei. Carl Gutzkow. Ich kann kein Gesetz über Juden billigen das mehr als vier Worte enthält: „Gleiche Rechte, gleiche Pflichten." Freiherr Karl August v. Hardenberg bei Beratung des Juden-Edikts vom 11. März 1812. REVUE DER PRESSE. Die amerikanische Intervention in Sachen der rumänischen Juden hat eine Unzahl von Zeitungsartikeln zur Folge gehabt. Wir glauben aber in Anbetracht des grossen Umfanges, in dem diese Diskussion in allen Blättern geführt wurde, von dem Abdruck einer grösseren Auswahl dieser Pressstimmen an dieser Stelle absehen zu können. Wir werden im nächsten Hefte die jüdische Emigration aus Rumänien und nach Amerika eingehender behandeln. # Die „Welt" (Wien) schreibt am 2. Oktober: Herr S. Stern,. Präses der zionistischen Centrale in Cape Town (Hope Street 27), teilt uns im Auftrage der Centrale mit: „Den hier eingeführten Kriegsgesetzen gemäss darf niemand ohne Unterschied nach Transvaal oder Oranje ohne einen vom Permit-Ofrice ausgegebenen Pass, und zwar weder hinein noch heraus. Zur Erlangung dieser Pässe hat sich jeder an sein Konsulat zu wenden, das allein den Pass nach sehr eingehender Untersuchung vermittelt. Mit diesem wertvollen und ehrenden Amte ist die südafrikanische zionistische Centrale von dem High Commissioner Lord Alfred Milner für die ganze südafrikanische jüdische Bevölkerung betraut worden. Jeder Jude, der also nach oder von den bezeichneten Gegenden reisen will, hat sein Gesuch bei dem Präsidenten der S. A. Zionist Federation, Herrn A. Goldreich in Johannesburg, einzureichen." Die Anerkennung der zionistischen Centrale als Repräsentanz der Judenschaft ist eine Thatsache von weittragender Bedeutung. * Der „Roumanian Bulletin", eine in London publizierte Revue, hat sich an verschiedene englische Notabilitäten mit der Bitte gewendet, ihre Ansichten über die rumänische Judenfrage auszudrücken. Die bedeutsamste Antwort ist die des englischen Kolonialministers Mr. Joseph Chamberlain, der wie folgt schreibt: Geehrter Herr! Ich bestätige den Erhalt Ihres Briefes mit dem Beischluss einer Liste der rumänischen Gesetze, die gegen die Juden gerichtet sind. Ich bin unentwegt gegen jede Verfolgung wegen des religiösen Glaubens und beklage tief die gedankenlosen Vorurteile, die in so vielen Ländern gegen das jüdische Volk herrschen. Die Geschichte zeigt, dass, während die Juden mit ausserordentlicher Zähigkeit die nationalen Eigentümlichkeiten und ihre Glaubenssätze wahren, sie zu den loyalsten Unterthanen der Staaten gehören* wo sie ein Heim gefunden, und die politische Unklugheit der Verfolgung ist in solchem Falle fast noch grösser als die Grausamkeit. Ihr ergebener J. Chamberlain. Hm MV' SS*ÜSSsi^^^^^Bt ' *l r ' w^^^^^^^ä^" Wimm*., *imsk.i i x:$ , vfm :W&Pm^*m^. 2 n l"\:tJ Ißfc- KJRR - >::-»^^ßBJ^- -: .?X- "■'>• A' ■ , - m •<»®'-ma ■ ™ :- >- K " ' h': r\ V/ III ■ r- X- mmZ m fU W ,• .'• "'^^Ä _'M'i«: i;,:. "^w^Jw'^ '^wrtä * "\ ■ ~ „ - ' V-^C - 'SP^SBWv'W -'•-Jr r*W W K >. ' ^^few^s y: M 'J n c% " ^^"1^1^ v - -^m^m^ - — - . t.J^^v^-,L •*" '•*--; - ^JHP^^ a -. x-:, ■ *&**' igg|Jff . J Ii Jäl p> I #■ m - * p3. Zöglinge des Blinden-Institutes zu Jerusalem bei der Arbeit.