Mannheim
Compact Memory

Ost und West · 1901-09-01 · Heft 9 (September 1901) · p. Seite 705 - 706

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ost und West
Volume
1 (1901)
Issue
Heft 9 (September 1901)
Article
Das Verbrechen der Juden
Date
1901-09-01
Page
Seite 705 - 706 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2583875-2583876-2583886-2584388--00867-2584473
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

705 Miscellen und Aphorismen. 706 Jos. Ant. Koch. Das Opfer Noah's. sind die Bibel, die ihn dies lehrt, und das unmenschliche Verhalten der vielen Völker, unter denen er lebte, wahrscheinlich mehr zu tadeln als er. Joseph Krauskopf. * „Die Versicherung der fremden Juden." The Times (London) berichten unter diesem Titel über eine Gerichtsverhandlung, aus welcher hervorgeht, dass nur eine Londoner Versicherungsgesellschaft (North British and Mercantile) Juden fremder Herkunft versichert und auch diese zu stark erhöhten Sätzen. Der Einzelfall war der, dass ein gewisser Joseph Palkowski sich weigerte, 772% ^ur eme Versicherung zu bezahlen, nachdem er sich überzeugt hatte, dass ein bei der gleichen Agentur versicherter Nachbar nur 3% 211 zahlen hatte. Der als Kläger auftretende Agent gab offen zu, dass der Name des Versicherten die Ursache der Preiserhöhung war. Und als der Richter sagte, •dass unter solchen Umständen die eingewanderten Juden wohl bald als „Smith, Brown, Jones oder Robinson" ihre Geschäfte betreiben würden, erwiderte •der Versicherungsmann, dass der inspizierende Beamte der Gesellschaft sofort sehen würde, das Palkowski kein Brown oder Smith sei. Der in den „Times" besprochene Fall, in welchem übrigens das Urteil zu Gunsten des Juden ausfiel, gewinnt an Interesse durch das eigentümliche Verhältnis zwischen Versicherungswesen und Juden überhaupt, und besonders in England und Amerika. Da giebt es Gesellschaften, weiche Juden prinzipiell nicht anstellen, gleichviel wie gross die jüdische Kapitalbeteiligung bei ihnen sei. (Da es sich in diesen Ländern, um sehr gewaltige Organisationen handelt, so macht sich diese Privat-juden-Massregel recht bemerkbar.) Ausserdem denkt keine Gesellschaft daran, ihnen auf Grund der statistisch feststehenden längeren Lebensdauer, der geringen Kindersterblichkeit etc. irgendwie günstigere Bedingungeu für die Lebensversicherung zu bieten, während andererseits die grössere Feuergefährlichkeit der meist engen, übervölkerten und baufälligen Quartiere der eingewanderten Juden in unerhört übertriebener und verallgemeinerter Form in Anrechnung gebracht wird. — Interessant ist auch, dass in den letzten Wochen durch eine gewisse Kategorie von Blättern die folgende Nachricht ging: „Die Lebensversicherung sämtlicher Juden der AVeit will sich, Warschauer Blättern zufolge, die zionistische Nationalbank zur Aufgabe machen. Dieses Projekt rührt von Dr. Harzl her, der dazu nicht weniger als 150 Millionen Rubel zu brauchen erklärt......" Jüdischerseits ist von solchen Absichten nichts bekannt, doch scheint es fast, dass die Nachricht, wenn sie auch nicht stimmt, doch eine sehr gesunde Anregung enthält! *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.