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Freie zionistische Blätter · 1921-08-01 · 4 (8.1921) · p. Seite 54

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Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
4 (8.1921)
Date
1921-08-01
Page
Seite 54 (sequence 56)
Language
German
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E ug en Hoeflich ■iiuutuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiimuiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiuiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiuiiiiiiiiiuiii kein Spähen nach den augenblicklichen Schwächen unserer Gegner, sondern wir müssen eine Politik der Idee führen, in der ja unser Volk geschichtlich verwurzelt ist. Darob auch klage ich Sie, meine Herren, an, daß Sie diese Idee so oft vergaßen, daß Sie sie so oft verleugneten im Drange der politischen Geschäfte, daß Sie traditionslos zu werden beginnen, da die Konjunktur für Traditionslosigkeit zu nahen scheint und Mächte und Menschen ohne nennenswerte Vergangenheit an Dinge rühren dürfen, deren Berührung durch sie schon Sakrileg ist; dieser Ihrer Gaiuthgesinnung wegen klage ich Sie an. Sie muß gebrochen werden; wer mit ihr zusammenbricht, wer nicht der wahren Gesinnung, nach der wir rufen, fähig ist, möge am Wege bleiben. Esra hat aus einem kleinen Häuflein Unbedingter ein Volk gemacht. Wenn wir nun auch keinen Esra mehr besitzen, haben wir doch den Mut des Bekennenden, den Mut dessen, der sich an die Brust schlägt und, seinen Fehler bekennend, bereit ist, ihn zu überwinden. Töten wir, meine Herren, die Gaiuthgesinnung, die Gesinnung der Sklaven, die Gesinnung Freigelassener in uns, das ist die dringendste Forderung. Wir retten damit das jüdische Volk vor dem Abgrund, dem es verfällt, wenn es seine Moral und die Instrumente seiner moralischen Handlungen an den Richtlinien der reaktionären Politik seiner „Wirtsvölker" abstimmt. Wir sind uns wohl bewußt, daß dies kein Kongreß beschließen kann, daß dies nur das Ergebnis langer mühseliger Arbeit des einzelnen an den einzelnen sein kann, doch was Sie hier beschließen können, ist eine Festlegung der Politik der Partei auf die Axiome einer Gesinnung jüdischen Menschentums und nicht zuletzt auf das Ver- 54

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