Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2583479-2583480-2583484--307-2583803- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Forderungen an den XII. Zionistenkongrefi IllllltlllllltllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllltlllllllllllllltllllllllllllllllllllllttlllllllllllllllllllllllllllllllllllltlJIUIlUIIIII» linken Gruppen. Sie werden sie leichter erfüllen können als jede andere, weil ihre Position in diesen Fragen die stärkste ist. Sie vertreten die jüdische Arbeiterschaft, soweit sie zionistisch ist; sie vertreten vor allem die palästinensischen Arbeiter. Und dies ist wohl heute allen klar geworden: daß ohne den jüdischen Arbeiter und gegen ihn Palästina nicht gebaut werden wird. Er ist derzentrale Faktor des Auf baus. Werden die sozialistischen Gruppen sich der Stärke ihrer Position bewußt bleiben, werden sie verstehen, von ihr Gebrauch zu machen, werden sie entschlossen und radikal ihre Forderungen vertreten, dann werden sie sie durchsetzen. Was wir in Punkt III des Programms formuliert haben, ist M i n i m a 1 f o rd e r u n g; aber da man erst am Anfang der Arbeit steht, ist mehr nicht zu verlangen, ohne ins rein Theoretische zu verfallen. Diese Minimalforderungen müssen erfüllt werden. Der Kongreß wird fruchtlos sein, wenn er nicht diese Erfüllung bringt. Auch von den kulturellen Aufgaben gilt das gleiche. Es ist bei vielen die Neigung groß geworden, sie in den Hintergrund zu rücken. Aus praktischen Gründen wollen viele sich zunächst auf die rein wirtschaftlichen Arbeiten beschränken. Es ist der bekannte praktische Kultur- Geist, dessen Horizont nicht über den Augenblick Aufgaben hinausreicht. Immer wieder sei es gesagt: Palästina wird nicht für heute und morgen gebaut; es wird für die Jahrhunderte geschaffen. Das Land wird nicht für die Palästinenser besiedelt; es wird als das Zentrum des jüdischen Volkes kolonisiert. Nur von diesem Gesichtspunkt sind die kulturellen Fragen zu lösen. Hinweise auf andere Kolonisationen sind sinnlos. Hier handelt es sich um j ü d i - Freie Zionistische Blätter IV, 2 17