Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 4 (8.1921)
- Date
- 1921-08-01
- Page
- Seite 9 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Forderungen an den XII. Zionistenkongreß •IllllltllllllllllllllllltllillllllllllllllllJIIIIllIllllllIltllllllllllllJIIIIlIIIIIIIlIllllllIIIIIlIlllllfllllllllllllllllllltllllllllllltliaillf derung an die Delegierten und Parteien des Kongresses werden: klare Worte und offenes Bekenntnis. Man mag den Zionismus so sehen, wie es Brandeis und Mack tun; man mag den Kapitalismus für die einzig mögliche Wirtschaftsform halten. Nur sage man es; daß klare Gegensätze sichtbar werden, reinliche Scheidung eintrete und offener Kampf möglich werde. Nichts wird den linken radikalen Gruppen mehr schaden als der Wille, um möglichst viele Anhänger zu buhlen. Sie seien eine kleine Gruppe, aber wahrhaft radikal, konsequent, furchtlos, und sie werden — auch politisch — mehr bedeuten, mehr erreichen, als wenn sie eine mit vielen Mitläufern belastete, stets entgegenkommende, stets zu Kompromissen bereite „Opposition seiner Majestät4' werden. Dies hat bisher jeden wirklichen Einfluß der linken Gruppen zunichte gemacht: ihre Jagd nach der Zahl, ihr Buhlen um den sofortigen parteipolitischen Erfolg, der sich in Mandaten, Aemtern und Stimmen äußert, ihr Eingestelltsein auf den Moment. Radikale Ideen, radikale Gruppen sind ihrem Wesen nach auf größere Zeitspannen eingestellt; die Zukunft ist die Sphäre ihrer Erfolge. Der hat noch immer das Spiel verloren, der es mit allen Mitteln im Augenblick gewinnen w'ollte. Keine Lehre tut nach den traurigen Erfahrungen der Londoner Jahreskonferenz, der deutschen Delegiertentage, vor allem des deutschen Hapoel Hazair, unseren linken Gruppen mehr not als diese. II. Ernst machen mit der Auffassung vom Wesen des Zionismus! Wie weit dies der Fall ist, wird sich am sichtbarsten an der Stellungnahme zu den politischen Fragen dokumentieren. Die Forderung nach einer grundsätzlichen radikalen Umgestaltung der zioni- 9