Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 88 (sequence 90)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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G 1 o s s e n nmmuuttmiuMmmMnmmmwnmtiimnimiiinmcimiMiHnrHmrim tee keinen Weg der Lösung vorzuschlagen wußte und sich drum damit begnügte, sich das Mittel anzueignen, das noch immer gut genug war, wenn man kein anderes, besseres, klügeres finden konnte: das Mittel der Gewalt, in diesem Falle die Legion. Wir brauchen an dieser Stelle nicht gegen dieses Mittel zu argumentieren. Dieses ganze Heft ist eine einzige Argumentation, eine einzige Widerlegung dieser Methode. Daß das Aktionskomitee ohne weiteres sich von Jabotin skys Künsten dazu verführen ließ, seine Legionsidee zu akzeptieren — wie es Weizmann schon einige Monate vorher tat — das ist ein unsäglich trauriges Symptom für die innere Verfassung der Bewegung. Doppelt traurig, wenn man weiß, daß die Vertreter des Hapoel-Hazair, der Poale- Zion und der palästinensischen Arbeiterschaft bei der Tagung anwesend waren und von keiner Seite ein mannhafter Protest gegen diesen wahnwitzigen Beschluß erhoben wurde. Es ist ja wohl nicht anzunehmen, daß er praktische Konsequenzen haben wird; dies wird an der Einsicht Herbert Samuels und an den Interessen Englands scheitern. Aber wir haben's wahrlich herrlich weit gebracht, wenn der Gedanke einer friedlichen Verständigung mit den Arabern gegen seine Bedrohung durch das zionistische Aktionskomitee Schutz finden muß bei dem englischen High Commissioner. Es ist nur natürlich, daß ein Aktionskomitee, das den Legionsgedanken sich zu eigen macht, kein Wort weiter zur Araberfrage zu sagen wußte. Wo die Ideologie der Gewalt regiert, da hat die Vernunft nichts zu suchen. Die Forderung der Legion enthält bereits eine deutliche Stellungnahme zu der Araberfrage, von allen denkbaren die denkbar gefährlichste. Man muß wahrhaft für den Kongreß fürchten, wenn man sieht, welcher Geisteszustand das Aktionskomitee der Organisation beherrscht, heute noch, zwei Monate nach den Jaffaer Vorfällen beherrscht. Wenn dies auch der Geist werden soll, von dem die Verhandlungen und Beratungen des Kongresses getragen sein werden, dann kann man schon jetzt fast dessen gewiß sein, daß er die Bedeutung einer reinigenden, belebenden und regenerierenden Verjüngung für den Zionismus nicht haben wird. 88