Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 3 (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 63 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Wille zum Frieden fiitHniimiiiiimniiiimiiiminmimimiiiiiHinumiiiiiiiim zusetzen. Der „Jewish Chronicle", der bis vor kurzem noch sich scheute, zuzugeben, daß er die Vorherrschaft der jüdischen Minorität in Palästina wünsche, sagt nun offen, daß Palästina nicht „v/ahrhaft jüdisch" sein werde, wenn den Arabern politische Gleichberechtigung gewährt würde, wodurch er den Standpunkt einnimmt, daß die Worte in der Balfourdeklaration, die die Rechte der Araber sicherstellen, lediglich als leere Worte zu betrachten seien. Andere, veranwortungsvollere Zionisten benutzen die Gelegenheit, um auf die Gründung einer bewaffneten jüdischen Streitmacht in Palästina und auf die Entwaffnung der Araber zu drängen — eine Maßregel, deren Durchführung endgültig jegliche Hoffnung auf wahre Freundschaft zwischen Juden und Arabern begraben müßte. Zweifellos wird auch so mancher Zionist mit gemäßigteren Ansichten heute den Anti-Arabern sympathischer gegenüberstehen, und die durch die Pogrome bewirkte Einstellung wird sich in den Deklarationen und Beschlüssen des kommenden zionistischen Kongresses bemerkbar machen. Dies eben ist einer der tragischen Züge der Situation, daß die Extremen auf der einen Seite die Extremen auf der andern stärken, und die Maßvollen, bei welchen allein die Hoffnung auf Frieden ruht, in Gefahr sind, zwischen den beiden extremen Parteien zur Unwirksamkeit verurteilt zu bleiben. Geben wir es offen zu, daß die Extremen auf der zionistischen Seite augenblicklich ein gewisses Maß von Berechtigung für ihre Haltung zu haben scheinen. Selbst vor den Unruhen war unser Glaube an die Möglichkeit einer Versöhnung mit den Arabern nur eine Hypothese, deren Richtigkeit sich erst nach Jahren hätte erweisen können, die wir jedoch als richtig ansehen durften als die beste 63