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Freie zionistische Blätter · 1921-07-01 · 3 (7.1921) · p. Seite 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freie zionistische Blätter
Volume
1 (1921)
Issue
3 (7.1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 35 (sequence 37)
Language
German
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Rea lpolitik tiimmminiiiniiuiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiimiiiiiiiiiiiiimiiiim glaubten. Hier aber müssen wir alle zusammenarbeiten: Finanzleute und Techniker, geistige Arbeiter und Bauern. Heute, wo wir uns Unerfüllbarem gegenüber sehen, sind wir nervös, zerrissen, uneinig. Mißtrauen und persönlicher Gegnerton schleichen sich in unsere Reihen ein. Eine klare Entscheidung und die harte ungeschminkte Not, vor der wir stehen werden, wird — wenn wir noch etwas wert sind — unsere Reihen wieder fester schließen. * Jede zionistische Realpolitik muß auf zwei Pfeilern ruhen: ökonomische Arbeit zur Entfaltung der Möglichkeiten des Landes und Verständigung mit den Arabern. Aber jede Politik hängt von psychischen Faktoren ab, von der Einstellung der Menschen, von dem Glauben, der sie beseelt. Dies gilt es als erstes zu beeinflussen. Hier ist es, wo die Verantwortung jener beginnt, die nicht der herrschenden Richtung zu dienen haben, die sich nicht vom Augenblicke fortreißen lassen dürfen, der Schriftsteller, der Künstler, der Erzieher. Ihre und aller Aufgabe ist es. an den Tagen der nächsten Zukunft mitzubauen, die Seele der Zukunft zu schaffen. Denn Realpolitik ist in ihren Möglichkeiten und ihren Ausnutzungen eine seelische Angelegenheit, so seltsam das klingt, sie hängt von den Beeinflussungen ab, die der Mensch erfährt, vom Wort, das er hört, vom Beispiel, das er sieht. Bemühen wir uns, alle Worte des Hasses, der Lüge und der Hoffnungslosigkeit zu vermeiden, soweit es uns menschenmöglich ist, und verlieren wir selbst in kritischsten Zeiten das nicht, was unseres Volkes Blick immer in die Zukunft gerichtet hat: die Stärke der Hoffnung. Paris Hans Kohn 3* 35

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