Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 32 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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E u g e n Hoeflich iiiiiiiiitiiiiUHiuiniiiiiiiiiiiiunuuiuiiiiunuiuuuiiiiiiiniHiiiiiiiiHiuuuuuiiuuiiuiiiiiuio zwischen dem Islam und der „Mandatarmacht", wenn es auch von beiden Seiten noch so unehrlich gemeint ist, nur auf Kosten der palästinensischen Juden geschlossen werden kann, fraglos, solange es die Juden nicht verstanden haben werden, sich mit Arabien, mit dem Islam zu verständigen. Es heißt diese Verständigung aber durchaus nicht Kampf gegen Europa — heute wäre dies Wahnsinn; es heißt dies aber Aufrichtigkeit und Abwägen der Möglichkeiten. Es scheint mir sicher, daß der Weg über Westeuropa nach Jerusalem eines Tages weit schwieriger, wenn nicht aussichtsloser werden wird, als der über Mekka, Indien oder vielleicht gar über Moskau. Gleichgültig die Tatsache, daß europäische Truppen morgen vielleicht schon in der ganzen Welt Konzentrationslager errichten werden, gleichgültig ob es morgen zu einem Rückschlag der bolschewistischen Bewegung oder irgendeiner asiatischen religiös-nationalen Bewegung kommt: die schließliche Zukunft gehört nicht Europa. Wie immer die Stellung des Judentums zum Bolschewismus ist, es muß bedacht werden, daß der Bolschewismus in Europa ein anderer ist als der in Asien. Die Forderung nach einer Verständigung mit den dem zionistischen Gedanken verständig gegenüberstehenden Führern des Bolschewismus ist daher zu erheben. Die Voraussetzung hiezu aber wäre eine vollkommene Absage an den jüdischen Kapitalisten, der den Drang fühlt, nun unter weiß-blauer Flagge zu verdienen. (Es scheint mir überhaupt, als hätte das Judentum nicht mehr viel Zeit, seine Existenz durch die Brille des Profits einzelner zu betrachten, womit aber keineswegs eine Betrachtung durch die Brille des Profits irgendeiner Partei gefordert werden will.) Wenn Rußland eine jüdische Wiederbesiedelung Palästinas durch 32