Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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E u g e ziEMitiiiiiimiiitiimiiiiiiiiiiiiiiiiiii n Hoeflich tiiiiiiiniiiiiHiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiuiiiiiuiitiiiiiuiitiiitiiMiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiuiiuiiiiiiiuiiiiiin tur ändernd, stets in gewissen geistigen Elementen des Ostens erhalten bleiben wird, um gegebenenfalls neu nach dem Westen vorzustoßen. Es ist daher notwendig, einen Blick auf die orientalische Politik des roten Rußland zu werfen. Bald nach Eintritt der ersten Anzeichen einer Festigung im Innern, begann sich die bolschewistische Politik, erst schüchtern, später immer intensiver, den orientalischen Fragen zuzuwenden und wurde, ehe man noch irgendwo an die Anerkennung der bolschewistischen Staatsform Rußlands dachte, im Orient politischer Faktor ersten Ranges; ein Faktor, mit dem in immer steigendem Maße zu rechnen war. Tschitscherinj der sehr fähige Leiter der auswärtigen Politik Rußlands, brachte ein Bündnis mit Afghanistan zuwege, kurz nachdem die Engländer an den Gebirgspässen schlechte Stunden mitgemacht hatten; schloß eine Militärkonvention mit den anatolischen Nationalisten unter Mustafah Kemal, besetzte Buchara, trieb Agenten nach Persien, Indien, ja sogar bis zum Emir Faisl vor, dessen Rolle wohl noch nicht ausgespielt ist, und schloß wahrscheinlich mit Nordchina irgendein Abkommen europafeindlicher Natur. Sehr bald waren die Tendenzen Rußlands erkennbar. Seine Losung war die Revolutionierung Asiens gegen die europäische Vormacht (in erster Linie gegen England und gegen Frankreich). Kämpfe an der indischen Grenze, Kämpfe in Syrien, in Palästina, in Aegypten, Tatsachen, denen die europäischen Nachrichtenorgane und die durch sie gespeisten Blätter des Kontinents und Amerikas, deren Ahnungslosigkeit und Uninformiertheit mitunter ganz groteske Formen annimmt, nur lokale Bedeutung beimessen, sind Symptome von mehr als lokaler Bedeutung. 28