Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 2 (4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Z u r L a g e WiiHmiiiiiiiiitimiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiuiiiuiiiiiiiiiiHiHmm zuwirken. Daneben aber — und das erscheint mir noch wichtiger — wird der Erfolg der Aktion zu einem erheblichen Teil über die Schicksalsfrage des Zionismus, von der ich eben sprach, vorentscheiden. Es ist kein Zufall, daß Simon und Brandeis Gegner der Kerenhajessod-Aktion sind. Sie glauben nicht recht an den Erfolg; sie wollen den Aufbau Palästinas anders finanzieren, durch Heranziehung der reichen Juden und durch die Interessierung des Privatkapitals. Sie glauben nicht an die Kraft des Volkes und der großen jüdischen Masse. In der Keren-hajessod-Aktion muß es sich zeigen, ob es möglich ist, durch die bisherigen Methoden der zionistischen Politik, durch den Appell an die große jüdische Volksmasse die finanzielle Basis zum Aufbau Palästinas zu legen, oder ob dies wirklich nur durch die Heranziehung des jüdischen Großkapitals erreichbar ist. Natürlich bedeutet die Durchführung des Keren hajessod nicht den Verzicht auf die Mitwirkung der jüdischen Plutokratie. Aber die Bedeutung, die ihr gegeben wird, hängt vom Erfolg der Keren-hajessod-Aktion ab. Gelingt sie, zeigt die zionistische und jüdische Masse, daß sie gewillt ist, Opfer zu bringen, dann bleibt der Schwerpunkt der Bewegung bei ihr, auch wenn die jüdische Plutokratie sich mitbeteiligt. Wir haben eine ganz andere moralische Position ihr gegenüber, wenn wir uns stützen können auf einen Erfolg bei den armen und weniger reichen Juden und wir auf die Opferbereitschaft der Masse verweisen können. Können wir es nicht, dann bedeutet es eine außerordentliche Stärkung des Brandeis'schen Standpunktes, und die Plutokratisierung der Bewegung wird unmittelbar drohende Gefahr. 7