Freie zionistische Blätter
- Journal
- Freie zionistische Blätter
- Volume
- 1 (1921)
- Issue
- 1 (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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J a k o uiiiiiuiiiiiiiiitiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiuii b K 1 a t z k iiiiiiiiiiiiiimiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiuiiiimiiiiii'iiii i n liiHiiiiiiiiiii net, die Organisation einer Diktatur einflußreicher Notabeln ausliefert und unsere Schicksalsfrage zu einer kaufmännischen Geldfrage herabwürdigt. Ist die Erfüllung nahe, oder ist der Messias schon gekommen — welche Opfer an Seele, an Idealen, wären als Preis zu hoch? Und doch. Bei aller Würdigung der Aufrichtigkeit dieses beschämenden Glaubens kann man der zionistischen Politik den Vorwurf der Leichtgläubigkeit nicht ersparen. Politiker, Diplomaten — auch wenn sie sich zu einem anders gearteten Glauben nicht aufschwingen können, — sollten doch wenigstens ein offenes Auge und einen nüchternen Sinn dafür haben, daß die politische Weltlage alles andere als stabil ist, daß alles im Wandel und im Schwanken begriffen ist und jeder Tag das Antlitz der Welt gründlich verändern kann — und allein diese Eventualität müßte sie davon zurückhalten, das jüdische Volk in den beseligenden Glauben einzulullen, daß nunmehr die ietzte Etappe der politischen Realisierung des Zionismus erreicht sei. Darf eine verantwortungsvolle Politik sich der Einsicht in die, sagen wir gelinde, Möglichkeit verschließen, daß in absehbarer Zukunft die Freiheitsbewegung auch innerhalb der Völker des Orients greifbare Form annehme und die Vormundschaft der europäischen Mächte abschütteln würde. Haben, auch vom Standpunkt der nüchternen Realpolitik gesehen, die Versailler Verträge und die San-Remo-Deklarationen die Dauerkraft, die erforderlich wäre, um dem Aufbau eines jüdischen Palästinas als Basis zu dienen? Durfte sie diplomatische Erfolge zu Parteizwecken in einer Art ausschlachten, die dazu angetan war, überschwengliche Hoffnungen zu wecken und damit den Boden für Enttäuschungen vorzubereiten? Durfte sie es gestatten, daß die jüdische Masse dauernd 26