Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2580773-2580856--2233-2583231- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 42 — Freundliche Zuwendungen nehmen in Empfang: für die Talmud-Thora-Kasse j und für die laufende Schulkasse } Herr KIa«> Schillerstrasse 22. für sämtliche andere Kassen } Herr Lyon Seeligmann, Börnestrasse 52 Herr Isidor Benjamin, Schwanenstrasse 12. VII. Mitteilung an die Schüler und an deren Elterni. Seit Ostern v. J. ist die Höhere Mädchenschule, entsprechend der Reform des Mädchenschulwesens, in eine Schule mit lOjährigem Lehrgang umgewandelt. Wir machen die Eltern unserer Schülerinnen darauf aufmerksam, dass die Gabelung von der 3. Mädchenklasse an, die für solche Anstalt vorgesehen ist, welche den Aufbau einer Studienanstalt vornehmen wollen, sie vielleicht veranlassen könnte, ihre Kinder schon frühzeitig auf eine derartige Adstalt zu bringen, dass es aber im Intel esse der Entwicklung ihrer Töchter liegt, diesen Schritt nicht zu tun, ohne vorher mit uns Rücksprache genommen zu haben. Es würde unbedingt von grossem Nachteil für ein Mädchen sein, wenn es in die Studienabteilung einer solchen höheren Mädchenschule eingereiht würde, ohne dass es geistig befähigt ist, das Abiturientenexamen zu machen und ein Studium zu ergreifen. Es würde dann weder eine abgeschlossene Bildung, wie sie die Mädchenschule gibt, noch eine solche, wie sie auf der Studieranstalt erlangt wird, bekommen. Wir empfehlen daher dringend, lieber eine private Vorbereitung für eine höhere Klasse der Studienanstalt in Aussicht zu nehmen, damit der Entschluss über die Zukunft eines Mädchens nicht schon in dessen 11. oder 12. Lebensjahre gefasst zu werden braucht. 2. Im Anschluss an die obige Mitteilung machen wir die Eltern der jungen Mädchen, die unsre Schule verlassen, um noch eine andere Bildungsanstalt zu besuchen, auf die mit Genehmigung des Königl. Provinzial - Schulkollegiums eingerichteten Ausbildungskurse aufmerksam, die bestimmt sind, die religiöse Bildung unsrer jungen Mädchen zu vertiefen, bezw. ihnen die Gelegenheit zu geben, sich als Religionslehrerinnen auszubilden. Es sei ausdrücklich bemerkt, dass die Teilnahme an diesen Kursen von der Teilnahme an jedem andren Religionsurterricht, der in irgend einer städtischen Schule eingerichtet ist, entbindet, und dass uns durch Ministerialerlass das Recht zugestanden ist, solchen Teilnehmerinnen, die ihr allgemeines Lehrerinexamen abgelegt haben, nach stattgehabter Prüfung ein Zeugnis als Religionslehrerinnen ausstellen. 3. Die Eltern unsrer Zöglinge seien noch einmal an dieser Stelle auf die Einrichtung eines Milchausschanks in der Hauptpause des Vormittages hingewiesen. Es sollte eigentlich gar keines Wortes bedürfen, um die Benutzung zu empfehlen, wir machen jedoch abermals ausdrücklich darauf aufmerksam, dass es im höchsten Masse im Interesse der Kinder liegt, dass sie dazu angehalten werden, in der Frühstückspause Milch zu trinken. Bücher mit je 20 Karten sind beim Pedell käuflich.