Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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- 27 - u. a. dem Schulbeginn im Sommer und Winter. Den Anlass gab ein Vorschlag des Provinzialschulkollegiums, den Schulanfang im Sommer auf 5 Uhr zu verlegen, zu dem u. a. die Elternbeiräte Stellung nehmen sollten. Der Vorschlag wurde zurückgezogen, und die Regelung des Schulanfangs wird jedenfalls so erfolgen, daß die Kinder zur Zeit des stärksten Straßenverkehrs nicht die Strasse zu betreten brauchen. Da die SchüleTbibliothek in allen Klassen dringend der Erneuerung bedarf — die Beschaffenheit der Einbände läßt zu wünschen übrig, Werke der neueren Literatur sind längst nicht in genügendem Ausmasse vorhanden namhafte Mittel aber zur Zeit nicht zur Verfügung stehen, gab der Elternbeirat in höchst dankenswerter Weise die Anregung, daß unsere Kinder entbehrliche Bücher unterhaltenden Inhalts leihweise den Klassenkameraden durch Vermittlung der Klassenbibliothek überlassen möchten, auch daß jeder mss 13 eines oder mehrere Bücher spenden möge. Der Aufruf fiel auf fruchtbaren Boden Es sei dabei mitgeteilt, dass von der Vereinigung ehemaliger Schüler der Samson Raphael Hirsch-Schule im Laufe des Jahres ein Beitrag für die Bibliothek zur Verfügung gestellt worden ist, und daß ferner in den letzten Tagen das Kuratorium des Jsaac Agathe Weill - Fonds einen größeren Betrag für die Bibliothek angewiesen hat. Daher wird es möglich sein, allmählich die Bibliothek auf die erforderliche Höhe zu bringen. Der Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen der Samson Raphael Hirsch-Schule sowie dem Isaac Agathe Weil t - Fonds sei auch an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen. Sparsamkeitsgründe hatten dazu gezwungen, die Frühstücksspeisung im Sommerhalbjahr einzustellen. Im Winter entschloß man sich doch wieder dazu, die Speisung aufzunehmen. Jedes Kind, das daran teilzunehmen wünscht, erhält einen Becher Milch. Die Qualität der Milch wird fortlaufend geprüft und hat sich stets als gut erwiesen. Die Beteiligung der Kinder war dauernd gut. Der Fehlbetrag früherer Jahre konnte durch freundliche Zuwendungen, insbesondere seitens der Vereinigung ehemaliger Schüler und Sennerinnen der Samson Raphael Hirsch-Schule und der Adolf und Johanna Stern'schen Stiftung gedeckt werden. Am' 27. Februar fand eine reich besuchte Elternversammiung statt, auf welcher Herr Dr. med. H. Weyi „lieber das Seelenleben der jugendlichen" referierte und in geistvoller Weise tiefe Einblicke in die Psyche des Jugendichen vom 6 -18. Jahre gewährte. Die anschließende Aussprache bewies das lebendige Interesse der Eltern und Lehrer für dieses immer aktuelle Thema Gerne geben wir dem Wunsche des Herrn Vorsitzenden des Elternbeirates Raum, auch an dieser Steile darauf hinzuweisen, daß die Elternschaft sich öfters mit Anregungen an den Elternbeirat wenden möge. Je mehr der Elternbeirat Gelegenheit hat, mit der Eltern- und Lehrerschaft zusammen zu arbeiten, um so besser ist der Schule gedient. c) Sprechstunden der Lehrer. Jeder Lehrer und jede Lehrerin hat wöchentlich eine Sprechstunde im Schulhause, in der sie den Eltern für Auskunfterteilung über die Schüler zur Verfügung stehen.Wirbitten die Eltern unserer Kinder dringend, von dieser Gelegenheit zur Rücksprache mit den Lehrern und