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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1929-01-01 · 1929 · page 18

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1929
Date
1929-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580854--2720-2583164
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— 16 - Mann an diesem Platze sei, geht aus der Tatsache hervor, da6 sie ihm - ein ganz vereinzelter Fall weit über die Altersgrenze hinaus die Leitung der Schule überließ. Elias Fink, der im jähre 1373 als Schüler unsere Anstai; 1 -^ucht hatte, ist Ostern 1Ö36 in das Kollegium eingetreten. Mehr als vier Jahrzehnte hat er, ein Muster an Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit, sein pädagogisches Können und sein groSes Wissen in den Dienst der Schule gestellt, stets bemüht, Fortschritte der Methode in seinem Unterrichte zu verwerten. Wie er selber an der Ausbildung der Methode seines Spezialfachs—Rechnen und Mathematik — mitarbeitete, beweist seine preisgekrönte Schritt: „Die Relgedetri das Hauptziel des Rechenunterrichts * Seine durah Pflichttreue ausgezeichnete, kraftvolle, geschlossene Persönlichkeit hat sich die Hochachtung und Verehrung von Generationen von Schülern erworben. — Und wie als Lehrer hat er sich als Schulleiter um unsere Anstalt hochverdient gemacht. Seine Amtsperiode fällt gerade in die Zeit, da es galt, einerseits der durch die Kriegsfolgen verursachten Erziehungsschwierigkeiien Herr zu werden, andererseits die Durchführung der Reform der höheren Schule in die Wege zu leiten. In der inneren Verwaltung sowohl wie in der Vertretung nach aunen hat Dir. Fink die höchste Achtung aller derjenigen erworben, die amtlich mit ihm in Berührung kamen. Die Arbeit für die Schule ist ihm eine Freude gewesen. Wenn uns etwas über sein Scheiden aus dem Amt hinwegzutrösten geeignet ist, so ist es die Hoffnung, daß er unserer Anstalt noch weiter mit seinem bewährten Rate zur Seite stehen wird. In besonderer Anerkennung seiner Verdienste hat die Patronatsbehörde Herrn Dir. Fink zum Mitglied des Schuirais ernannt. Möge er uns recht viele Jahre in körperlicher und geistiger Frische erhalten bleiben. Herr Prof. Dr. Caro hat als Lehrer und Erzieher um das Schulwesen der Israelitischen Religionsgesellschaft sich hohe Verdienste erworben. Ein Freund und Berater der Jugend, in deren Herzen er den Sinn für das Wahre, Schöne, Gute erweckt hat, ein Förderer des pädagogischen Fortschrittes, der sich mit seiner hervorragenden Lehrbegabung an der Erprobung und Gestaltung neuer Ideen allzeit beteiligt hat, ist er als Lehrender und Lernender mit aufgeschlossenem Sinn für Wissen und Wissenschaft durch das Leben der Schule gegangen. Dadurch hat er es in hervorragender Weise verstanden, die ihm anvertraute Jugend in die Meisterwerke der deutschen Literatur wie in das Geistesleben der Franzosen und Engländer einzuführen, ohne dabei das Bildungsideal unserer Schule — die Synthese zwischen jüdischer Lehre und profaner Kultur-jemais aus dem Auge zu verlieren. Seine Schüler und Schülerinnen fühlen sich ihm ueitüber die Schulzeit hinaus in treuer Anhänglichkeit verbunden. Mit geradezu hingebungsvoller Liebe hat er sich um die Ausgestaltung der Hilfsbücherei wie auch der Lehrerbibliothek bemüht. Trotz aller aus den wirtschaftlichen Nöten entspringenden Hindernisse ist es seinem zielbewußten Streben gelungen, dieses sein Werk systematisch auszubauen und auf einen hohen Stand zu bringen. Durch die Verwaltung dieser Büchereien, die Herr Prof. Dr. Caro zu unserer Genugtuung im Ruhestand weiterbetreuen wird, hoffen wir, daS seine Arbeitskraft uns noch recht lange erhalten bleibt. Mögen auch ihm noch viele Jahre der Rüstigkeit und Kraft geschenkt sein. Den durch den Rücktritt der beiden Herren freigewordenen Unterricht übernahm zum größten Teil die Siudienassessorin Frl. Dr.Löwcnthal, die uns vom Provinzialschul-

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