Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
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IT die zum Pentateuch und zum Buche Hiob hervorragen, atmen Klarheit und Uebersichtliehkeit, ein gründlicher, angesehener Kenner des Talmud, kommentierte er auch einige Traktate dieses Werkes und schrieb ausserdem eine Methodologie der Misclma, iwen Tic, als Arzt erfand er neue Heilmittel, seine astronomischen Berechnungen dienten noch lange als Grundlagen für die Arbeiten Späterer. Bekannt ist ja, daß er den Jakobstab, ein einfaches astronomisches Instrument, unter Berücksichtigung vieler physikalischer Gesetze so verbesserte, dass fast alle astronomischen Messungen damit ausgeführt werden konnten, und daß das Princip des verjüngten Massstabes dabei vollkommen zur Verwendung kam. In seinem grossen philosophischen Werk, Milchamoth Haschen), Kämpfe für Gott genannt, ist er ein durchaus selbständiger Forscher, dessen streng logische Deduktionen ihre Ueberzeugungskraft geltend machen. Als Mathematiker ist er einer von denen, die die Resultate der Forschungen der Araber erweiterten und dem Occident übermittelten. Seine Arbeiten, die zum Teil ins Lateinische übertragen wurden, zum Teil wohl auch lateinisch geschrieben waren, lagen sicher Regiomontanus vor, und es ist kein Zweifel, daß er auf die Entwickelung der Mathematik im Abendland einen gewissen Einfluss ausgeübt hat. Teile seines trigonometrischen Hauptwerkes, das ursprünglich mit den astronomischen Schriften einen Teil seines philosophischen Werkes bildete, aber sich auch unter demTitelLeo deBalueolis Israelita de sinibus, chordis et areubus, item instrumento revelatore secretorum(mpiö37 nSao nannte er seinen verbesserten Jacobstab) gesondert findet, Imt Curtze in den Bibliotheca mathematica veröffentlicht und das ganze Werk dort analysiert und besprochen. So erscheint es denn nicht unangebracht, auch die arithmetische Schrift, das Sefer Maassei Ohoscheb, durch Herausgabe und Uebersetzung aus dem Hebräischen weiteren, des Hebräischen unkundigen Kreisen zugänglich zu machen und damit der Geschichte der Mathematik einen Dienst zu leisten. Das Werk zerfällt in zwei Abschnitte (o'nöKö), in einen theoretischen Teil und in ein praktisches Rechenbuch. Der theoretische Teil macht indessen keinen Anspruch darauf, etwa als Lehrbuch der Arithmetik angesehen zu werden, man ist am Ende auf den ersten Blick gar enttäuscht, weil man kein methodisches Vorgehen zu