Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
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— 42 - Preisverteilungs-Kasse. Von den Hinterbliebenen des sei. Herrn Seniai Homburger zu dessen ehrendem Andenken 50— „ Herrn Louis Feist am Todestage seiner sei. Frau Selma Feist geb. Falck....... 50.— „•. Herrn und Frau J u 1 ius Goldchmidt und Frau Falk (4 o 1 d s c h m i d t anlässlich der Verheiratung ihrer Kinder................•........... 100.— Freundliche Zuwendungen nehmen in Empfang: für die Talmud-Thora-Kasse | Herr Moses Frenkel, Hanauerlandstrasse 9. und für die~laufende Schulkasse ( Herr Lazarus Klau, Göthestrasse 21. für sämtliche andere Kassen Herr ^oa SeeliSmann BBrnestrasse 52. ) Herr Isidor Benjamin, Börsenplatz 11. Mitteilung an die Schüler und an deren Eltern. l.^Wir machen die Eltern unserer Schüler und Schülerinnen wiederholt darauf aufmerksam, dass eigentlicher Privatunterricht in Disziplinen, die in der Schule gelehrt werden, der vorherigen Genehmigung des Direktors bedarf, gleichgültig, ob er von den Lehrkräften der Anstalt oder von anderer Seite erteilt wird. Zugleich bitten wir darum, sich auch in jedem Falle, in welchem Erteilung von anderem häuslichen Xachhiilfe-Unterricht gewünscht wird, mit dem Unterzeichneten vorher ins Einvernehmen zu setzen. 2» Ferner gestatten wir uns, nochmals darauf hinzuweisen, dass, entsprechend den z. Z. geltenden MinisterialVerfügungen über die Zulassung zum Universitätsstudium, alle höheren Schulen prinzipiell gleichberechtigt sind, sodass ein vorzeitiger Uebergang eines Schülers auf eine Gymnasialanstalt oder eine Oberrealschule durchaus unnötig geworden ist. Es kann besonders den Eltern, denen daran gelegen ist, ihren Kindern, zumal den für das Studium bestimmten, auch eine gründliche und tiefe religiöse Bildung zu geben, nicht warm genug ans Herz gelegt werden, ihre Söhne bis zum Austritt aus der Prima in unserer Schule zu belassen, es dürfte für diese Schüler sogar der Besuch der an die Prima sich anschliessenden Fortbildungsklasse ein empfehlenswerter sein. Jedenfalls bitten wir die Väter und Mütter unserer Zöglinge, bevor sie irgend einen Entschluss über die Zukunft ihrer Kinder fassen, sich mit dem Unterzeichneten eingehend zu besprechen; je früher eine solche Aussprache erfolgt, desto besser ist es. Die grosse Bedeutung des Besuches des Fortbildungskurses für das religiöse Leben der jungen Leute kann nicht eindringlich genug hervorgehoben werden. 3. Mit Ostern dieses Jahres werden Ausbildungskurse für jüdische Religionslehrerinnen ins Leben treten, deren Lehrplan so gehalten ist, dass auch junge Mädchen, die nicht den Lehrberuf zu ergreifen die Absicht haben, mit Nutzen an ihm teilnehmen können. Gewisse Vorkenntnisse müssen natürlich verlangt weiden, aber es dürfte sich doch ermöglichen lassen, dass auch junge Mädchen, die unsere Selekta nicht besucht haben, an dem neuen Kursus teilnehmen können. Wir erhoffen eine rege Beteiligung und teilen noch mit,