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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1903-01-01 · 1903 · page 162

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 162)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580832--1562-2582361
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So hatte der Napoleon auf der Hanauer Land Strasse entgegeneilende J. Bernhard Aubin, Obristlieutnant des 2. Bataillons der Frankfurter Bürgerwehr, (nicht Bethmann, wie man hier noch häufiger hört), wohl einen schweren Stand. Er suchte den Grimm Napoleons dadurch zu entwaffnen, dass er ihn auf einem Umwege über die Lazarette zum Landhause Bethmanns leitete und ihm unterwegs die Sorge der Frankfurter für die verwundeten Franzosen vor Augen führte. Aus Dankbarkeit habe dann Napoleon, so wird berichtet, dem auch zuredenden und beschwörenden v. Bethmann, dessen Gast er etwa zwei Stunden lang 10) gewesen war, die Zusage gemacht, dass er von der schon angeordneten Plünderung der Stadt abstehen wolle. „Mais conduisez-vous bien I"4 In Wirklichkeit war es aber wohl nicht so sehr Napoleons Dankbarkeit, als die sich ihm aufdringende Einsicht, dass er seine unzuverlässig gewordenen Truppen zusammenhalten musste. Auch das Bombardement Sachsenhausens hörte angeblich auf die Bitten des Barons v, Bethmann auf. So zogen denn die Franzosen um die schwer geängstete Stadt herum'2), die damit der Plünderung und einigermassen dem Unheil schlimmer Seuchengefahr entging. Hat man doch berechnet, dass gut ein Drittel der gesamten Bevölkerung an dem Rückzugswege den Krankheiten, namentlich dem Typhus, erlegen ist. I3). Gunsten des Prinzen Eugen Beauharnais, Vizekönigs von Italien und Schwiegersohns Max Josephs, Besitz zu ergreifen, freilich erst, als Wrede schon förmlich das Grossherzogtum Frankfurt in Besitz genommen hatte. Heilmann a. a. O. S. 267. Ostreich hatte Baiern im Rieder Vertrage das Grossherzogtum Frankfurt zugesichert Vergl Kriegk: „Die Wiederherstellung des Freistaates „Frankfurt'1 1866. 10) Roeder, „Historische Beiträge zur Geschichte der Schlacht bei Hanau" Hanau 1868, S LV. 11) Kriegk, Geschichte Frankfurt a. N., Frankfurt 1871 S. 525 ff. und Hörne „Geschichte der Stadt Frankfurt" Frankfurt 1893 S. 274. 12) Nur die Marschälle und Generale nahmen Quartier in Frankfurt, auch Kranke und Verwundete wurden hier untergebracht Beitzke, Geschichte der deutschen Freiheitskriege, Berlin 1855, II. Bd. S. 699 u. 700. 13) Pertz, „Das Leben des Ministers Freiherr v. Stein" 3. Bd., S. 443 und Junghans „Geschichte des Kreises Hanau". Freilich blieb auch Frankfurt nicht gänzlich befreit, Kirchner; I, 168 und 171. Ph. Lötz „Frankfurt während des Rückzugs der französischen Armee im Jahre 1813, Feuilleton der „Frankfurter Zeitung" 1902 No. 100 und 101. Derselbe: „Frankfurt in den Wintermonaten 1813-14" Frankfurter Zeitung 1903 No. 37. und 38.

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