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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1902-01-01 · 1902 · page 4

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1902
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580826--1308-2582146
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— 5 — abgelaufenen Jahr nicht gelitten. Das Ziel ist bei der Prüfung glücklich erreicht worden; Zucht und Ordnung sind in guten festen Fugen geblieben, und es danken Ihnen alle, die Anteil nehmen an dem Gedeihen dieser Anstalt, es dankt Ihnen* auch aufrichtig die vorgesetzte Schulbehörde. Nun wende ich mich zu Ihnen, Herr Direktor Dr. Lange. Sie sind uns, der vorgesetzten Behörde, kein Fremder. Wir haben Gelegenheit gehabt, einen Eindruck von Ihrem Wissen und Ihrer ganzen Persönlichkeit zu gewinnen und daraus das Vertrauen zu schöpfen, dass wir Sie mit gutem Gewissen höheren Orts und zuletzt Sr. Majestät dem König zur Bestätigung vorschlagen konnten. Wir halten uns versichert, dass Sie im klaren Bewusstsein der Ihnen nunmehr übertragenen Pflicht an Ihr neues Amt herantreten und mit dem heiligen Vorsatz diese Pflicht aufs Gewissenhafteste zu erfüllen. Ich habe mich daher aus Anlass Ihrer Vereidigung über diese Pflicht ausgesprochen, möchte aber hier nicht versäumen, Sie auch auf die Hülfe hinzuweisen, die Sie bei der Ausführung Ihres schwierigen Berufes erwarten dürfen. Vor allem dürfen Sie sich versichert halten des Wohlwollens der vorgesetzten Unterrichtsbehörde. Ihr liegt wie dem Schulrat dieser Anstalt und wie der Israelitischen Religionsgesellschaft das äussere und das innere Gedeihen der Anstalt warm am Herzen, und unser Rat wird Ihnen nicht fehlen, wo Sie seiner bedürfen. Und auch davon bin ich überzeugt, dass der Vorstand der Religionsgesellschaft und insbesondere der Schulrat seine so oft bewährte Opferwiliigkeit bekunden wird, wenn es darauf ankommt, die äusseren Bedingungen für ein glückliches Gedeihen der Schule sicherzustellen. Eine treue Hülfe werden Sie ferner finden bei Ihren Kollegen, bei den Damen und Herren, die hier an der Anstalt wirken. Es sind mancherlei Gaben, und Ihre Sorge und Aufgabe wird es sein, dahin zu wirken, dass diese mancherlei Gaben lebendig werden, alle in einem Geiste. Sie werden sich nicht nur als der Erste der Stellung nach über das Kollegium gestellt sehen: nein, Sie werden sich mitten hineingestellt sehen und sich als den Mittelpunkt betrachten, von dem die Anregungen ausgehen, in dem sich aber auch wieder alle Anliegen sammeln, die von den verschiedenen Seiten an Sie herantreten werden. So viel ich sehen konnte, stehen Ihnen tüchtige, pflichttreue Kräfte zur Seite, und die Glieder des Kollegiums werden es Ihnen Dank wissen, wenn sie in Ihnen nicht nur den ernsten Vorgesetzten sondern auch den wohlwollenden Berater und Freund erblicken dürfen. Sie werden, sehr verehrter Herr Direktor, auch den Schülern und Schülerinnen gegenüber, da Sie ein warmes Herz für die Jugend haben, mit. dem Ernst auch die Liebe und die Milde verbinden, vor allem die unantastbare Gerechtigkeit. Damit werden Sie das Vertrauen der Lehrer und Lehrerinnen dieser Schule wie der Ihnen unterstellten Jugend gewinnen, und mit diesem Vertrauen die allersicherste Grundlage für eine erspriessliche, gedeihliche Wirksamkeit. Und an die Jugend richte ich in dieser feierlichen Stunde eine ernste Mahnung. Den ersten Teil dieser Mahnung fasse ich in das Wort der Schrift zusammen: Gehorchet Euren Lehrern und folget ihnen, denn sie wachen über Eure Seelen. Lohnet Euren Lehrern und Lehrerinnen alle Liebe und Treue, alle Sorgfalt und Arbeit, die sie Euch widmen, durch willigen Gehorsam, durch Unterordnung unter die Zucht und Ordnung der Schule. Ihr wisst, dass Ihr von Euren Eltern in diese Schule geschickt werdet, um Euch Kenntnisse zu sammeln, welche die Grundlage bilden sollen zur Ausbildung für Euren

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