Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1881
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Schulnachrichten. In dem Schuljahre, dessen Ablauf uns zu einem Berichte auffordert, wurde der der Munificenz des Freiherrn und der Freifrau Wilhelm Carl von Rothschild zu verdankende Bau des neuen Schulhauses, von dessen Inangriffnahme wir im vorjährigen Programm zu berichten hatten, durch die umsichtige Bauleitung so rasch gefördert, dass er noch vor Eintritt des Winters unter Dach gebracht war. Sämtliche andere Arbeiten sind inzwischen so weit vorbereitet, dass die Fertigstellung zum 1. August d. J. mit Sicherheit zu erwarten ist. So sieht die Schule ihren so lange gehegten Wunsch einer schönen Erfüllung entgegengefuhrt und fühlt sich verpflichtet, auch der wohllöblichen Verwaltung der Israelitischen Religionsgesellschaft für die Liberalität, mit welcher dieselbe, bei einem Etat von 80 000 Mark, bei Bewilligung so mancher ihr obliegenden Leistungen in weiser Würdigung der in Betracht kommenden Interessen sich stets nur von der Rücksicht auf das anzustrebende Ziel der Herstellung eines den sanitären und technischen Anforderungen möglichst entsprechenden Schulhauses bestimmen liess, an dieser Stelle ihren wärmsten Dank auszusprechen. Der Sedantag wurde am 2. September v. J. und der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs am 22. März d. J. von der Schule in gewohnter Weise festlich begangen. Noch einer anderen, aus dem engeren Kreise des Schullebens hervorgegangenen Feier sind wir dankerfüllten Herzens zu erwähnen verpflichtet. In nachsichtiger Beurteilung und wohlwollender Würdigung der Wirksamkeit des Unterzeichneten hatte der Schulrat den 23. Mai v. J. zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Lehrerjubiläums desselben bestimmt. Der herzliche Ausdruck freundlicher Anerkennung, sowie die vielfachen Beweise freundlicher Aufmerksamkeit, deren er sich von Seiten des Schulrates, des Lehrerkollegiums, der gegenwärtigen, sowie einer großen Anzahl ehemaliger Schüler und Schülerinnen zu erfreuen hatte, haben ihm diesen Tag zu einem unvergesslichen gemacht. Wir haben noch von einer Veränderung im Lehrerkollegium zu berichten. An die Stelle des mit Ende des Sommersemesters ausgeschiedenen Herrn Dapper trat Herr Dr. Albert Bender aus Arolsen als ordentlicher Lehrer, nachdem seine Berufung unter'm 19. Juni v. J. vom Königl. Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden war. Die Frequenz betrug im verflossenen Schuljahre 281 Knaben und 196 Mädchen; dieselben verteilen sich in folgender Weise auf die Klassen: