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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 35

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580788--0395-2581325
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— 34 - Man sieht aus dieser Tabelle, daß der Quotient gfür sämtliche Salzlösungen mit der Temperaturerhöhung abnimmt, und zwar, was besonders beachtet werden muß, in abnehmendem Verhältnisse. Wenn mau daher das specifische Brechungsvermögen als Funktion der Temperatur graphisch darstellt, so erhält man Kurven, welche konvex gegen die Abscissenaxe gerichtet sind. Setzt man voraus, daß die Brechungsindices auch innerhalb eines größeren- Temperaturinteryalles dem Gesetze der proportionalen Abnahme mit der Temperaturzunahme folgen, so zeigen die obigen Kurven ein Miuimum, wie dies aus der Krümmung der Volumgewichts-Kurven deutlich hervorgeht. Wenn nun das specifische Brechungsvermögen sich auch mit der Temperatur etwas verändert, so sind diese Veränderungen doch so gering, daß man berechtigt ist, das Gesetz von der Konstanz des Quotienten: auch auf Salzlösungen auszudehnen. § 10. Ueber die Dispersion des Lichtes. Nach der Undulationstheorie ist der Brechungsexponent eines brechenden Mittels nicht nur von der eigentümlichen Natur desselben, soudern auch von der Wellenlänge des angewendeten Lichtes abhängig. Mit Ausnahme einer einzigen Anomalie findet das ans der Theorie abgeleitete Gesetz, daß das Licht kleinerer Wellenlänge stärker brechbar ist, als das Licht größerer Wellenlänge, auf alle untersuchten Körper Anwendung. Wenn man daher das absolute Refraktionsvermögen, d. h. die von der Wellenlänge unabhängige Konstante der Cauehy'schen Formel ermitteln will, so muß man die Brechungsindices für sämtliche Linien des Sonnenspektrums bestimmen. Nimmt man die Cauchy'scbe Formel in ihrer einfachsten Gestalt i n a0-f-% ^~2i so genügt zwar, um die Konstante a0 zu berechnen, die Beobachtung der Brechungsindices für zwei verschiedene Frau nhof er'sehe Linien; die dadurch erhaltene Genauigkeit von a0 ist jedoch nur eine sehr geringe. Der Wert von a0 wird um so genauer, je mehr Brechungsexponenten für verschiedene Linien beobachtet sind. Es ist dann aber notwendigr die Cauchy'sche Formel in ihrer allgemeinereu Form zu beuutzen, da dieselbe eiue mehr empirische als theoretische Bedeutung hat. Da die in § 8 mitgeteilten Brechuugsexponenten sämtlich für die Frau nhofer'sche Linie D gelten, so ist die Berechnung der Cauehy'schen Konstanten a0 für die untersuchten Lösungen nicht ohne weiters durchführbar. Das Refraktometer gestattete jedoch durch die Kompensatorvorrichtung wenigstens die Farbenzerstreuung zwischen den Farben D und F zu bestimmen. Durch die doppelte Einstellung der Alhidade und der Amici'schen Prismen erhält man nämlich als Mittel aus den Trommelablesungen den Winkel, welcher zur Berechnung der Dispersion dient. Kennt man den Brechungsexponenten, die Dispersion und den brechenden Winkel des Doppelprismas, sowie die Dispersion je eines Kompensatorprismas für ein bestimmtes Farbenintervall, so ist die Ausführung dieser Rechnung leiebt. Da die konstante Dispersion der Kompensatorprismen für die Linien D und F bestimmt war, so beziehen sich die mit dem Refraktometer gefundenen Werte der Dispersion auf jenes Farbenintervall. Dem Instrumente war eine

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