Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
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- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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— 32 — und denjenigen der specifiscben Dichte irgend eine einfache Beziehung obwaltet. Es muß daher der Zusammenhang zwischen dem optischen Verhalten und dem specifischen Gewichte der Körper bei verschiedenen Temperaturen nach einer anderen Seite hin gesucht werden. Bei der theoretischen Behandlung der Refraktion fanden Newton und Laplace aus den Principien der Emissionshypothese, daß die Relation zwischen dem Brechungsexponenten n n2 — 1 und der Dichtigkeit d eines Körpers: -gkonstant sei. Dieser Wert wird nach Newton das specifische Brechungsvermögen genannt. Biot und Arago1) adoptierten diesen Ausdruck bei ihren Untersuchungen über die Refraktion der Gase und deren Gemische und fanden in Bezug auf die letzteren, daß die brechende Kraft eines Gasgemisches, wenn dessen Bestandteile keine chemische Aktion auf einander ausübten, gleich der Summe der brechenden Kräfte der Bestandteile sei. n 2 — 1 r Kremers 2) führte statt des Quotienten: -g-die Relation: — ein, in welcher er mit r — den Quotienten aus dem Brechungsexponenten der Salzlösung und des Wasser und mit % d — den Quotienten aus dem absoluten Gewichte der Salzlösung und dem des Wassers be- Pi * zeichnet. Er benutzte diese Formel, ohne sie jedoch theoretisch zu begründen. Hoek3) leitet den n2 — 1 Quotienten:--- auch aus der Undulationstheorie ab und legte denselben seinen Berechnungen zu Grande. Landoit4) untersuchte das specifische Brechungsvermögen von organischen Stoffen n2— 1 und fand, daß der Quotient:--j-nicht konstant sei, sondern mit steigender Temperatur schnell abnehme. Er untersuchte daher die Konstanz einer neuen Relation: ——und fand, daß die d Abnahme derselben mit steigender Temperatur als sehr unbedeutend zu vernachlässigen sei. Zu ganz ähnlichen Resultaten gelangten Dale und Gladstone. 5) n2 — 1 Seh rauf7) behielt jedoch aus theoretischen Gründen den Ausdruck: --jbei, obgleich auch er zugiebt, daß derselbe sich nicht als konstant erweist. Indem Wüllner6) auf die Fehler hinwies, welche sich in der Deduktion von Schrauf finden, suchte er an einer Reihe von Flüssigkeiten die Konstanz des Quotienten -nachzuweisen und gelangte zu demselben Resultate wie Landoit, daß man dieses Gesetz in ähnlicher Weise anwenden könne, wie dasjenige von Mariotte. Die angeführten Beobachtungen über den Quotienten: - beziehen sich ausschließlich auf organische Verbindungen. Es ist daher von Interesse, zu untersuchen, v) Biot und Arago, Me'm. de PInst, 1806. 2) Kremers, Pogg. Ann. Bd. CI. p. 459. 3) Hoek, Pogg. Ann. Bd. CXIL p. 347. *) Landoit, Pogg. Ann. Bd. CXVII., CXXIL, CXXIIL 5) Dale und Gladstone, Phil. Transact. 1858, 1863. 6) Schrauf, Pogg. Ann. Bd. CVI., CXVIII., CXIX., CXXVI., CXXVII. 7) Wüllner, Pogg. Ann. Bd. CXXXIII. p. 1.