Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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— 27 — so kann nach den Untersuchungen von Abbe der Brechungsindex noch auf Einheiten der vierten Decimalstelle genau bestimmt werden. Die im folgenden mitgeteilten Brechungsexponenten sind daher bis auf 4 Decimalstellen genau; die 5te Decimale, welche als das Mittel aus zwei doppelten Ablesungen erhalten wurde, ist als eine angenäherte Größe zu betrachten. Es verdient noch erwähnt zu werden, daß das Instrument in der Weise justiert war, daß es den Brechungsexponenten des luftfreien Wassers bei 18° G. zu 1,3335 gab. Die Brechungsexponenten wurden bei den durch die Verhältnisse gegebenen Temperaturen genommen. Die Lösungen hatten stets dieselbe Temperatur, wie die umgebende Luft und wie das Refraktometer selbst. Die Ablesung der Temperatur geschah auf einem Thermometer, welches in der Nähe der Prismen angebracht war; uud die so gefundenen Temperaturen sind im folgenden verzeichnet. Bei den Lösungen von Na Cl und K Cl sind die beobachteten Brechungsexponenten mit den berechneten zusammengestellt, damit aus der Zusammenstellung die Veränderung der Exponenten mit der Temperatur erkannt werde. Bei den übrigen Lösungen sind nur die Formeln mitgeteilt, die zur Berechnung dienen. Die Berechnung der Brechungsindices geschah nach der Interpolatiousformel: n n0 — at worin man n0 den. Brechungsexponenten einer Lösung bei 0° und a den Anderungskoefficienten desselben für 1° nennt. Um die Konstanten n0 und a aus den beobachteten Werten zu finden, berechnet man zunächst für: a ^-worin nt und n2 die zu den Temperaturen tx und t2 t2 — tt zugehörigen Brechungsindices bedeuten, eine bestimmte Anzahl von Werten, aus denen das arithmetische Mittel genommen wird. Nachdem die Konstante a bestimmt ist, findet man n0 n -jat, indem man für n alle beobachteten Werte einsetzt. Aus den sich ergebenden verschiedenen Werten für n0 wird dann das arithmetische Mittel genommen. Wenn man die für jede Lösung nach der Formel: n n0 — «t berechneten Exponenten mit den beobachteten vergleicht, so zeigt sich besonders bei Na Cl und K Cl, dass das Gesetz von der proportionalen Abnahme der Brechungsindices mit der Temperaturzunahme sich vollständig bestätigt. Die Unterschiede zwischen den gefundenen und berechneten Werten sind nur sehr gering und liegen jedenfalls innerhalb der Grenzen der Beobachtungsfehler. *) Die Unterschiede treten erst in der vierten Decimalstelle hervor und betragen nur wenige Einheiten derselben. *) Bei den Lösungen von NaCl und KCl wurden in der Nähe der in den Tabellen verzeichneten Temperaturen mehrere Bestimmungen ausgeführt und hieraus die entsprechenden Werte durch Interpolation berechnet. Die Beobachtungsfehler können daher bei diesen Lösungen nur sehr gering sein, was aus den Differenzen in der Kolonne A auch deutlich hervorgeht.