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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 20

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580788--0380-2581310
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— 19 — Beim Lösungsakte der wasserfreien Salze findet demnach stet*? eine Kontraktion statt. Die Größe derselben, wie sie durch die Zahlen der Kolonne A angegeben wird, wächst mit dem Prozentgehalte, jedoch nicht proportional demselben, sondern in abnehmendem Verhältnisse, so daß bei einem bestimmten Prozentgehalte ein Maximum der Kontraktion eintreten wird. Was die Größe der Verdichtung bei gleichem Prozentgehalte verschiedenartiger Lösungen betrifft, so läßt weder der Vergleich der relativen Löslichkeit, noch der des specifischen Gewichtes der wasserfreien Salze, noch das specifische Gewicht der Lösungen selbst mit der Kontraktionsgröße eine bestimmte Beziehung erkennen. Wie die Volumen Veränderung beim Verdünnen der Salzlösungen als Funktion der Temperatur erscheint, so wird dieselbe gewiß auch beim Lösen wasserfreier Salze mit der Temperatur verändert. Die Änderung selbst kann man jedoch ihrer Größe nach nicht bestimmen, weil die Ausdehnnngsverhältnisse der wasserfreien Salze für den flüssigen Zustand nicht bekannt sind, das hypothetische specifische Gewicht sich also nicht für mehrere Temperaturen berechaen läßt. § 6. Volumen Veränderung beim Mischen gleichnamiger Lösungen. In § 4 erhielten wir beim Verdünnen einer konzentrierten Lösung durch eine bestimmte Wassermenge eine minder konzentrierte Lösung, und die Größe der Kontraktion ergab sich als die Differenz zwischen dem beobachteten und dem berechneten hypothetischen Gewichte. Ganz in derselben Weise können wir durch Vermischen zweier Lösungen von verschiedenem Prozentgehalte eine Lösung desselben Salzes von mittlerer Konzentration herstellen und die beim Mischen entstehende Volumenveränderung durch den Vergleich der gefundenen und der berechneten specifischen Gewichte bestimmen. Es ist vorauszusehen, daß die hierbei auftretende Verdichtung einen geringeren Wert haben wird, als die Kontraktion, welche beim Mischen konzentrierter Lösungen mit Wasser und beim Lösen wasserfreier Salze auftritt, wenn bei dem Vergleich derselbe resultierende Prozentgehalt zu Grunde gelegt wird. Denn in dem einen Falle werden Lösungen mit einander vermischt, deren Prozentgehalt sich nur um eine geringe Größe von dem der resultierenden Lösung unterscheidet, während in den beiden andern Fällen die Konzentrationen der Mischungsbestandteile sehr weit auseinanderliegen, indem die Konzentration des einen Bestandteiles unendlich klein ist. Die Verdichtung muß nun nach den früheren Betrachtungen einen größten Wert erreichen, wenn Salze sich mit reinem Wasser mischen, sie muß gleich Null sein, wenn der Prozentgehalt der vermischten Lösungen gleich ist. Diese Erwägung findet durch die Versuche ihre Bestätigung. In der folgenden Tabelle enthält die Kolonne A das chemische Zeichen, B die Konzentration der vermischten Lösungen, C den resultierenden Prozentgehalt, D die beobachteten, E die berechneten specifischen Gewichte*) und A die Differenz zwischen beiden Größen. Die Temperatur, auf welche sich die specifischen Gewichte beziehen, ist 15 °C. Nur bei den Lösungen vou Na NO 3 und K NO3 gelten die specifischen Gewichte für 4° C. *) Die Berechnung geschah nach der Formel: s 3, in welcher man p das absolute und s das specifische Gewicht der einen, p, das absolute und s, das specifische Gewicht der anderen Lösung nennt.

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