Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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— 16 — Die Zahlen der Kolonne A, welche als die Größen der Kontraktion betrachtet werden können, bestätigen die Sätze von Kremers nnd Ger lach. Sie zeigen; daß das Maximum der Kontraktion eiutritt, wenn nahezu gleiche Gewichtsteile der Lösungen und des Wassers mit eiuauder vermischt werden. Die Erscheinung eines Maximums der Kontraktion erklärt sich leicht, wenn man bedenkt, dass beim Verdünnen einer Salzlösung 2 Fälle eintreten werden, in denen keine Verdichtung stattfindet, nämlich da, wo die zur Verdünnung dienende Menge Wassers entweder Null oder unendlich groß wird. Zwischen beiden Werten muss aber notwendig ein Maximum liegen. Eine einfache Beziehung zwischen den Kontraktionsgrößen verschiedener Lösungen bei gleichem Prozentgehalte der zu verdünnenden Lösungen und bei gleichem Verdünnungsgrade einerseits und_den specifischen Gewichten der ursprünglichen Lösungen oder der relativen Anzahl der gelösten wasserfreien Salzmoleküle anderseits ergiebt sich nicht. Gerlach hat zwar für die Glieder einzelner Salzgruppen nachzuweisen gesucht, dass bei der Verdünnuug konzentrierter Lösungen mit gleichen Gewichtsteilen Wassers dem größeren specifischen Gewichte derselben auch eine größere Kontraktion entspricht. Aber er ging dabei nicht, wie es nötig gewesen wäre, von gleichprozentigen Lösungen oder von Lösungen aus, welche ein gleiches specifisches Gewicht zeigten, sondern von Lösungen, deren Prozentgehalte ebenso weit aus einander lagen, als ihre specifischen Gewichte. Es ist hier jedoch die Stelle, darauf hinzuweisen, daß die Kontraktionsgröße sich nicht nur mit dem Grade der Verdünnung ändert, sondern dass dieselbe bei gleichem Verdünnungsgrade auch noch von der Temperatur abhängt, bei welcher die Verdünnung stattfindet. Die in folgender Tabelle mitgeteilten Beispiele werden diese Beziehung erklären. Die Tabelle ist in ähnlicher Weise eingerichtet, wie die vorhergehende. Tabelle VIII. A. B. C. T. D. E. A NaCl 5°C 1,03495 1,03268 0,00227 25°/o 10° 1,03420 1,03213 0,00207 400 5 15° 1,03315 1,03125 0,00190 20? 1,03188 1,03010 0,00178 25° 1,03035 1,02864 0,00170 CaCl2 5° 1,04075 1,03823 0,00252 25°/o m 10° 1,04016 L03780 0,00236 400 5 15° 1.03924 1,03699 0,00225 20° 1,03809 1,03594 0,00215 25° 1,03671 1,03461 0,00210 K Cl 5° 1,03090 1,02964 1,00126 25/0o 10° 1,03022 1,02912 0,00110 400 5 15° 1,02928 1.02831 0,00097 20° 1,02812 1,02723 0,00089 25° 1,02672 1,02590 0,00082