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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 15

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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IRI
…/2580773-2580788--0375-2581305
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— 14 — Wir sehen aus dieser Tabelle, daß bei den Lösungen desselben Salzes die mittlere Ausdehnung mit wachsendem Konzentrationsgrade zuuinnnt, jedoch nicht in wachsendem, sondern in abnehmendem Verhältnisse, so daß bei unendlich großem Prozentgehalte die Ausdehnung sich einer Konstanten nähert. Am deutlichsten tritt dieses Verhältniß bei den Lösungen von KCl, MgSCU, Ca (NOa^a und Zn SO4 zum Vorschein. Die mittleren Ausdehnungen verschiedenartiger Lösungen bei gleichem Prozentgehalte lassen jedoch keine einfache Beziehung erkennen. § Volumem erändermig beim Verdünnen der Salzlösungen. Die eigentümliche Erscheinung, daß beim Vermischen chemisch verschiedener Flüssigkeiten eine Modifikation des Volumens stattfindet, wurde bereits von Kopp1) beim Vermischen von Alkohol mit Wasser, von Ure2) beim Mischen von Salpetersäure und Ammoniakliquor mit Wasser, von Meissner3) beim Verdünnen von Schwefelsäure von Mohr4) beim Vermischen von Essigsäurehydrat mit Wasser, von Gerlach beim Mischen von Weinsäurelösung und Zuckerlösung mit Wasser beobachtet. Die Veränderung des Volumens, welche beim Verdünnen von Salzlösungen eintritt, wurde an mehreren Lösungen von Krem er s und Ger lach nachgewiesen. In den meisten Fällen tritt eine Kontraktion ein; eine Dilatation neben Verdichtung ist nur bei den Gemischeu von Alkohol und Ammoniakliquor mit Wasser beobachtet. Die Modifikation des Volumens ist bald mit WärmeentWickelung (wie beim Verdünnen von Schwefelsäure, Salpetersäure, Alkohol, Chlorcalcium-Lösungen), bald mit Wärmeabsorption (wie beim Verdünnen der meisten Salzlösungen) verbunden. Die Resultate, welche Kremers und Gerlach beim Verdünnen konzentrirter Salzlösungen über die Veränderung des Volumens erhielten, sind folgende: 1. Der Akt des Verdünnens ist stets von einer Kontraktion begleitet. 2. Die Kontraktion erreicht ein Maximum, wenn nahezu gleiche Gewichtsteile beider Mischungsbestandteile zusammengebracht werden. Die Methode, deren sich Krem er s bediente, um die Größe der Kontraktion zu bestimmen, war zuerst eine volumetrische5); später6) wandte er ein exakteres Verfahren .an, indem er die beobachteten specifischen Gewichte nach dem Mischen mit den aus den specifischen Gewichten der Bestandteile berechneten verglich. Dasselbe Verfahren benutzte ich, um die Größe der Kontraktion zu ermitteln, welche entsteht, wenn man eine konzentrierte Lösung in der Weise mifc Wasser verdünnt, daß eine bestimmte Lösung von niedrigem Prozeutgehalte resultiert. In der folgenden Tabelle enthält die Kolonne A das chemische Zeichen und den Prozentgehalt der ursprünglichen Lösuug, B die Gewichtsteile Wassers, welche zur Verdünnung7) *) Kopp, Physikalische Beiträge. Th. I. f) Ure, Schweiggers Journal Bd. XXXII. s) Meissner, Aräoinetrie Bd. II. 4) Mohr, Handwörterbuch. 6) Kremers, Pogg. Ann. Bd. LXXXV. p. 46. 6) Kremers, Pogg. Ann. Bd. XCV. p. 110, XCVI. p. 39, XCVIIL p. 58. 7) 100 Gewichtsteile der konzentrierten Lösung wurden mit den in Kolonne B enthaltenen Gewichtsteilen Wasser verdünnt:

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