Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Vier und Zwanzigtes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ZKr LA M» LA zektrennete sie. (s. Habae. z, 6.) d. i. fährt dikfer Rabbi fort, er gab denen Israeliten das Gesetz in der Wüsten öffentlich, und übergab zugleich alle Völker ihren Willen. Er erlaubete ihnen, aller anderer Völker Blut und Leben zu rauben. Denn es heißt Jesaiä 60, 12. „Die Heyden sollen ganz und gar verwüstet werden." und sB Mos. 20,16. Du sollt keine Seele leben lassen." Er übergab ihnen auch alle ihre Güter, nach s B. Mos. 7,16. „Du sollt alle Völker fressen," d. i. du sollst ihnen ihre Güter nehmen. Eben dieses bestärket Rabbi Snneon, Ben Iochai, im Vejickrah Rabbah, S. 146. C. 1. 2. mir folgenden Worten: Er stund und maß die Erde, d. i. er Übermaß und beurtheilte alle Völker der Erden, und fand kem Volk, außer denen Israeliten, Las des Gesetzes würdig gewesen wäre. Der Heilige Hochgelobte Übermaß und betrachtete alle Berge, und fand keinen, als den Berg Sinai brauchbar, das Gesetz darauf zu geben. Er sähe die Heyden an und zertrennete sie, wie es aber die Juden übersetzen, so heißt es: und gab sie los oder frey. — Kann man nun wohl mit Recht diese Stellen auf uns Christen anwenden? Wir haben ja die Tor«r, oder das Gesetz wie sie, zu geschweigen, daß diese Lehren aus solchen Schriften gewählet sind, welche von denen Juden LNedrafchinr, d. i. Auslegungen oder höhere Erklärungen, genennet, und die selbst von. gelehrten Juden njcht als Glaubensregeln, sondern als witzige,