Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L7S LS E L S alte Bund aufgehoben ist, als welches deutlich aus den angeführten Worten des Propheten Jeremiä erhellet: (denn wenn Gott einen neuen Bund machen will, so muß er ja erstlich den alten aufheben) ist also der. alte Bund aufgcho, den, so ist die heutige Beschneidung der Juden zu nichts nütze, denn vormals war sie das äußer« liche Zeichen des Bundes, nunmehro aber soll die Beschneidung der Herzen eine Folge und Zeichen des neuen Bundes seyn. Daher können wir Christen, die wir in den neuen Bunde leben, vielmehr die. Juden Unbeschnittene nennen, denn sie sind leider! noch immer unbeschnitten an Herzen und Ohren. Dies ist nicht eine Beschneidung die auswendig am Fleisch geschieht, sondern die Beschneidung des Herzens ist die rechte Beschneidung, spricht Paulus Rom. r, 28. und Galat. 5, 6. saget er: „In Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe thätjg ist," oder wie an einem andern Ort gesagt wird: „Sondern Gottes Gebote halten." - Daß dieses seine Richtigkeit har, müssen uns so gar die Juden selbst eingestehen, und sie schreyen daher auch, wenn sie zu Gott beten, zum öftern- Beschneide unsere Herzen, damit wir deinen Namen lieben und dich fürchten können. Rabbi Lipmann, der große Feind der christlichen Religion, redet in seinem Nizzachon H. 19. §. 2i. hiervon also: Die Christen spotten